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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom 15.06.03

Themenübersicht


Hauptprobe "Préludes CV"

Kurz vor der Eröffnung der 29. Hamburger Ballett-Tage, zur bevorstehenden Uraufführung "PRÉLUDES CV", möchten wir uns mit dem letzen Rundschreiben vor der Sommerpause noch einmal an sie wenden. Wir freuen uns, dass wir von der Ballettdirektion eingeladen wurden, wieder die Hauptprobe des neuen Werks besuchen zu können. Ort und Zeit entnehmen Sie bitte dem versendeten Rundschreiben.

In der Ballett-Werkstatt im Mai erzählte John Neumeier, dass drei verschiedene musikalische Werke die Basis für seine neue Choreografie bilden. Doch im Laufe der Proben stellte sich heraus, dass die Musik von Dominique Goris, ein Duo für Schlagzeug und Klavier als Auftragswerk des HAMBURG BALLETT, nicht mehr zur Aufführung kommen wird. "Das Projekt hat sich in diese Richtung entwickelt", erklärt John Neumeier die Änderung seines Vorhabens. "Ich mag die Musik von Dominique Goris nach wie vor, aber es muss ein zweiteiliger Abend ausschließlich mit Musik von Lera Auerbach sein. Die "24 Préludes for Cello and Piano" werden den Anfang machen; die Komponistin hat sie John Neumeier gewidmet, weil sie von dessen Verständnis für ihre Musik tief bewegt war. Nach einer Pause folgen im zweiten Teil die "24 Préludes for Violin and Piano", von Lera Auerbach im Hinblick auf die Virtuosität und die spielerischen Qualitäten von Vadim Gluzman 1999 komponiert. Der Geiger war es auch, der John Neumeier zum ersten Mal mit der Musik der in New York lebenden Russin bekannt machte; vor einiger Zeit spielte er das Werk dem Hamburger Ballettchef vor, gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin Angela Yoffe. Die beiden werden das Werk nun auch zur musikalischen Uraufführung bringen. Im Cello-Zyklus sitzt die Komponistin selbst am Klavier, Cello spielt Ani Aznavoorian.

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Lera Auerbach

Seit der vergangenen Woche hält sich Lera Auerbach in Hamburg auf, um letzte Änderungen an ihrem musikalischen Werk vorzunehmen. Sie begleitet die Proben und ist nach eigener Aussage sehr beeindruckt von John Neumeiers Einfühlungsvermögen, seiner Musikalität und der Arbeit mit den Tänzern. Für sie ist es die erste Zusamenarbeit dieser Art. Als sie sah, dass der Choreograf einige der Präludien um der künstlerischen Aussage Willen wiederholen würde, bot sie an, diese Wiederholungen umzuarbeiten, kleine Variationen der ursprünglichen Version zu komponieren. Das gefiel Herrn Neumeier, er sagte, die Zusammenarbeit erinnere ihn an jene mit Alfred Schnittke, denn auch in Lera Auerbachs Kompositionen spüre er diese Humanität, und "es gibt ja nichts Aufregenderes, als die Arbeit mit einer lebendigen Komponistin." Lera Auerbach war 17 Jahre jung, als sie sich auf ihrer ersten Tournee in den USA aufhielt und spontan entschied, im Westen zu bleiben. Als eine der letzten Künstler-Flüchtlinge aus der damaligen Sowjetunion nahm sie das Angebot an, in New York bleiben und studieren zu können. Es war die schwierigste Entscheidung ihres Lebens, erzählt die 30-jährige Künstlerin, die sich nicht nur als Pianistin und Komponistin, sondern auch als Autorin von Novellen und Gedichten einen Namen gemacht hat. Damals wusste sie nicht, ob sie ihre Familie je wiedersehen würde; seit dem vergangenen Jahr leben sie jedoch mit ihr in den USA.

Dem Quintenzirkel folgend, hat Lera Auerbach mehrere Zyklen komponiert. Die Form eines Werks spielt für sie eine große Rolle, ob in dieser komprimierten musikalischen Form oder auch in der grossen Form der traditionellen Oper. Als sie 12 Jahre alt war, schuf sie ihre erste Oper, die häufig aufgeführt wurde. Auf der Bühne stand sie bereits mit sechs Jahren, und da hatte sie keinerlei Hemmungen. "Meine Mutter ist Pianistin, ich bin quasi neben dem Klavier aufgewachsen. Und Auftritte machten mir schon als Kind viel Freude, je grösser die Halle war, desto besser," erzählt die sympathische Künstlerin mit entwaffnender Ehrlichkeit. Um in den Cello-Präludien jeweils am Klavier sitzen zu können, wird Lera Auerbach auch in der nächsten Spielzeit zu den Vorstellungen jeweils nach Hamburg kommen. In dem einstündigen Gespräch habe ich sie als bemerkenswerte Persönlichkeit erlebt, menschlich wie auch als Künstlerin.

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Ballettreise nach St. Petersburg vom 9. bis 16. Juli 2003

Herr Wiermann ist von seiner Russlandreise zurück, die zur Vorbereitung der Ballettreise diente. Die Eintrittskarten für die Aufführungen im Mariinskij-Theater liegen vor und alle Teilnehmer werden in der nächsten Woche ein Schreiben erhalten als Zwischenbericht über das Reiseprogramm und die Berechnung der Eintrittskarten, soweit diese von Ihnen gebucht wurden. Wir hatten schon befürchtet, dass die Eintrittspreise höher sein werden, als von uns geschätzt, aber wir lagen mit unserer Schätzung genau richtig.

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Neue Spielzeit 2003 / 2004

Unter http://www.hamburgballett.de/form/spielzeit_03_04.pdf finden Sie eine Übersicht aller Ballettvorstellungen der neuen Spielzeit 2003/2004. Wir empfehlen Ihnen, dieses Blatt aufzubewahren, damit Sie stets auf einen Blick die Termine der Vorstellungen vom HAMBURG BALLETT vorliegen haben.

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen der bevorstehenden Saison beginnt am Montag, den 25. August 2003.

Auch in diesem Jahr haben unsere Mitglieder wieder den Vorzug, für folgende Vorstellungen Eintrittskarten über Frau Behr zu bestellen:

SEHR WICHTIG:
Frau Behr bittet darum, sich wegen der Karten-Bestellung unbedingt noch vor ihrem Urlaub Anfang Juli bei ihr zu melden. Sie muss die Liste mit den Bestellungen umgehend bei der Staatsoper abgeben. Vielen Dank.

Am zweckmässigsten wäre eine Postkarte an Frau Behr notfalls aber auch per Telefon. Die Anschrift finden Sie im gedruckten Rundschreiben.

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Kurznachrichten

Tanzsammlung John Neumeier

Viele werden sicher schon der Tagespresse entnommen haben, dass die Stadtvilla in der Tesdorpfstrasse 13, die ehemalige Lola Rogge Schule, verkauft wurde. Das bedeutet, dass dieser in mehrfacher Hinsicht ideale Standort als Museum für John Neumeiers einmalige Tanzsammlung nun leider nicht mehr zur Verfügung steht.

LAOKOON

Das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel, LAOKOON, findet in diesem Jahr vom 28. August bis 14. September statt. Als Europapremiere eröffnet eine Tanzaufführung das Festival, "The Arts Fission Company" aus Singapur. Weitere Tanzabende während des Festivals sind "Giant Empty" vom Amerikaner John Jasperse; "Kaspar" als indonesisches Körpertheater; von der dänischen Gruppe Hotel Pro Forma das Multimedia-Tanztheater "Calling Clavigo" sowie das Tanzstück "Khol Do" (Die Suche) aus Indien, das traditionellen Kathakali mit zeitgenössischem Tanz verbindet.

Karten können unter der Telefonnummer 27 09 49 49 bestellt werden.

Kreuzungen

Am vergangenen Samstag fand in der Kirche St. Johannis im Turmweg ein weiterer Abend der Reihe KREUZUNGEN statt. Zum dritten Mal seit Bestehen der Veranstaltungsreihe wirkten Studenten der Ballettschule des HAMBURG BALLETT mit. Unter der Leitung von Claus Bantzer sang der Harvestehuder Kammerchor, die Choreografie schuf Orkan Dann. John Neumeier und Peter Schmidt, der die eindrucksvollen Kostüme schuf, waren unter den Zuschauern. Der neunzig-minütige Abend stand unter dem Motto "What is Love". Unter den angehenden Tänzern fiel Lotte Rudhart auf, die in mehreren Soli mit einer klaren Bewegungssprache und Ausdruckskraft hervortrat.

"Krokodil im Schwanensee"

Eine Ausstellung mit dem Titel "Krokodil im Schwanensee" wird am 3.Oktober 2003 in der Berliner Akademie der Künste eröffnet werden. Die Schau beschäftigt sich mit Tanz in Deutschland seit 1945.

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Sommerpause

Während der Sommermonate Juli und August bleibt unsere Geschäftsstelle in der Gurlittstrasse geschlossen. Der letzte Mittwoch vor der Sommerpause ist der 26. Juni 2003, die nächste "Spielzeit" beginnen wir mit dem 3. September 2003, wie immer von 18 bis 20 Uhr.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und eine gute, erholsame Zeit, bis zum September verbleiben wir mit herzlichen Grüßen

Willy Wiermann und Dagmar Fischer

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Weitere aktuelle Veranstaltungshinweise

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Letzte Aktualisierung: 26.10.03, [ddd]