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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom 20. November 2003

Themenübersicht


Tod in Venedig

TOD IN VENEDIG ist das große Thema zur nächsten Ballett-Premiere, am 7. Dezember in der Hamburgischen Staatsoper. In diesen Novembertagen ist das HAMBURG BALLETT mit der Umsetzung dieses Themas beschäftigt, dieses Mal in Baden-Baden. Im dortigen Festspielhaus werden Ende des Monats drei Voraufführungen stattfinden. Einen kleinen Einblick gewährte uns John Neumeier bereits in der letzten Ballettwerkstatt am 2. November. Wir dürfen auch dieses Mal wieder gespannt sein, wenn sich der Vorhang hebt zur Premiere von TOD IN VENEDIG.

Am kommenden Mittwochabend (geändert auf Mittwoch, den 03.12.03) hat sich Frau Schmitz-Esser vorgenommen in unserem Gesprächskreis die Novelle von Thomas Mann zu behandeln, die der neuen Ballettkreation als Vorlage dient.

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Ungesehene Choreografien für den Wettbewerb DOM PERIGNON

Ungesehene Choreografien kann es doch eigentlich nicht geben, meinte auch John Neumeier in seiner letzten Ballettwerkstatt. So gab er nun den jungen Choreographen vom HAMBURG BALLETT die Gelegenheit, diese für den Wettbewerb DOM PERIGNON vorgesehenen Arbeiten, die nicht für den Wettbewerb ausgewählt wurden, zu zeigen. Es wurde ein großer Erfolg, mit sehr viel Beifall und unter den Zuschauern kam die Frage auf, warum diese hervorragenden Arbeiten wohl nicht für den Wettbewerb verwendet wurden?

So war auch die 160ste Ballettwerkstatt der letzten 30 Jahre wieder ein besonders lohnendes Ziel für alle, die am Sonntag morgen den Weg in die Staatsoper fanden.

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Victor Hughes sprach über "30 Jahre John Neumeier in Hamburg"

30 Jahre John Neumeier in Hamburg war am 22. Oktober im Ballettzentrum das Thema, zu dem Viktor Hughes sprach, in unserer Veranstaltung im Rahmen der Begegnungen mit Künstlern aus der Ballettwelt. Es war ein spannender, viel zu kurzer Rückblick in die Jahre des Ballettgeschehens, die wir mehr oder weniger alle hier in Hamburg miterleben konnten. Aber 30 Jahre lassen sich nicht an einem Abend erzählen. In seiner charmanten, humorvollen Art hätte man Viktor Hughes noch gerne länger zuhören können. Danke, Viktor Hughes!

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Nikolaustag im Ballettzentrum John Neumeier

und Vorstellung unserer Stipendiaten

Unser traditioneller Besuch in der Ballettschule zum Nikolaustag findet auch in diesem Jahr statt. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte der gedruckten Fassung dieses Rundschreibens. Sie haben dabei die Gelegenheit, in alle Unterrichtsräume zu gehen, um beim Ballettunterricht zuzuschauen. Im Eingang wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt sein, unter den Sie Ihre mitgebrachten Nikolausgeschenke legen können, auf die sich alle Schülerinnen und Schüler freuen. Wir hoffen, dass Sie in diesem Jahr wieder zahlreich dieser Einladung folgen. Im vergangenen Jahr wurde der Nikolausbesuch verschoben und einige Tage später nachgeholt mit einer sehr geringen Beteiligung. Das war schade.

Am Eingang erhalten Sie wieder einen Unterrichtsplan, aus dem Sie ersehen können, welche Klasse von wem unterrichtet wird. Sie können auch während der Unterrichtstunde rein- und rausgehen, um nichts anderes zu verpassen.

Im Anschluss an den Unterricht werden sich unsere Stipendiaten vorstellen, wie mit der Schulleitung besprochen. Während der letzten Ballettwerkstatt hatten wir im ersten Teil YONDERING, Konstantyn Tselikov bereits auf der Bühne erleben können. Vielleicht ist Ihnen der junge Mann mit dem blonden Lockenkopf und dem heiteren Gesichtsausdruck aufgefallen. In welchem Raum wir uns dafür treffen, wird im Plan aufgeführt sein. Wegen der unmittelbar bevorstehenden Premiere braucht Herr Neumeier evtl. noch den einen oder den anderen Ballettsaal für Proben.

Während Konstantyn Tselikov das Stipendium der Mitglieder der BALLETTFREUNDE HAMBURG e.V. erhält, welches durch Ihre laufenden Spendenbeträge finanziert wird, (wir nennen es ERIKA-MILEE-STIPENDIUM) sind Johanne Timm und Torben Bardowicks die Empfänger der Zuwendungen aus der CHARLOTTE-UHSE-STIFTUNG, die als erste Stiftung für den Ballettnachwuchs in Hamburg aus unserem Ballettkreis hervorgegangen ist.

Allen, die bereits Spendenbeträge eingezahlt haben, möchten wir herzlich danken! Spendenbescheinigungen für 2003 werden Ihnen, soweit noch nicht erfolgt, Anfang Januar zugeschickt. Wir erlauben uns, Ihnen anbei einen Überweisungsträger beizufügen, falls Sie evtl. noch in diesem oder im nächsten Jahr einen Betrag für die Ballettnachwuchsförderung einzahlen möchten.

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Punschabend

Am Mittwoch, den 17. Dezember, beschließen wir um 18 Uhr dieses Jahr in der Gurlittstraße mit dem inzwischen ebenfalls zur Tradition gewordenen Punschabend. Aber es geht weiter!

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Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2004

Wir möchten Sie hiermit fristgemäss einladen zur unserer ordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 28. Januar 2004 um 18.30 Uhr im Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung, Neanderstrasse 22.

Im Neuen Jahr ist die alle drei Jahre wiederkehrende Vorstandswahl erforderlich. Die Findungskommission hat nach mehreren Sitzungen dankenswerterweise Wahlvorschläge unterbreitet. Weitere Mitglieder haben sich bereit erklärt, bei den vielfältigen Aufgaben den neuen Vorstand zu unterstützen. So zeichnet sich eine sichere Lösung ab für die Weiterführung des Vereins, mit der wir alle zufrieden sein können.

Ihre persönliche Teilnahme an dieser Versammlung ist daher besonders wichtig. Schriftliche Anträge erbitten wir bis zum 31. Dezember 2003. Die entsprechende Tagesordnung wird Ihnen Anfang Januar zugeschickt.

Wir bitten Sie, den Termin: Mittwoch, 28. Januar 2004 18.30 Uhr für Ihre Teilnahme fest einzuplanen und freuen uns auf Ihr Kommen.

Verkehrsverbindungen;

S-Bahn Station Stadthausbrücke / Ausgang Michaelisstr.
Schnellbus 37 Haltestelle:Michaeliskirche
Bus 112 Haltestelle:Museum für Hamburgische Geschichte.
U-Bahn Station: St. Pauli / Millerntor
Parkmöglichkeit im Parkhaus unter der Handwerkskammer. Einfahrt in der kleinen Strasse Bei Schuldts Stift, die Holstenwall und Hütten verbindet.

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Ausstellung "Krokodil im Schwanensee - Tanz in Deutschland seit 1945" in der Akademie der Künste in Berlin

Diese Ausstellung durfte ich nicht versäumen. Eine umfassende Dokumentation, eindrucksvoll präsentiert, mit einer überwältigenden Fülle von Details, die man eigentlich mehrmals hätte sich näher bringen müssen. Und auch meine Zeit war zu kurz. Die Ausstellung ist leider nur bis Ende November geöffnet.

Besonders interessant fand ich die Aufarbeitung des Tanzes in der ehemaligen DDR, wovon uns viele Einzelheiten nicht bekannt sind. Natürlich begegnet man Gret Palucca, Ruth Berghaus, Marianne Vogelsang und Dietmar und Gregor Seyffert, um nur einige zu nennen, die uns ein Begriff sind. Gerne hätte ich mich noch mehr vertieft in die zahlreichen Video-Ausschnitte, die Aufschluss über die Choreographien geben und deren Wandel im Lauf der Jahre.

Wie eine Wanderung durch die Erinnerung mutet der Ausstellungsteil an, der sich mit dem Westen Deutschlands beschäftigt. Alle großen Namen begegnen einem, wie zum Beispiel Kurt Joos, Marcel Luipart, den wir noch selbst kennen lernten, Tatjana Gsovsky, Pina Bausch, John Neumeier, Maurice Béjart bis hin zu Hans Kresnik und John Forsythe, um nur die wichtigsten zu nennen. Es gibt einen ausgezeichneten Katalog (Preis 25 Euro), in dem man alles in Ruhe nachlesen und entdecken kann, was einem beim Besuch der Ausstellung entgangen ist.

Das umfangreiche Material ist für den Westen zusammengetragen worden von Hedwig Müller, Köln, und Patricia Stöckemann, Hamburg, und für den Osten von Ralf Stabel, Berlin. Veranstalter ist die Akademie der Künste, Abteilung Darstellende Kunst. Für einzelne Aspekte gibt es reichlich Begleitprogramme.

Eine wahre Fundgrube für uns Ballettinteressierte. Sie bestätigt uns in der Freude und Gewissheit, wie viele Aufführungen wir davon an den unterschiedlichsten Orten selbst erleben durften.

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Anders Hellström in Holland beim NDT.

Das Nederlands Dans Theater bekommt ab 1. Januar 2004 einen neuen Ballettdirektor. Anders Hellström, uns allen noch sehr gut in Erinnerung, als er von 1984 bis 1993 dem Ensemble des HAMBURG BALLETT angehörte, wird die Leitung des durch Jiri Kylián zu Weltruhm gelangten Niederländischen Tanz Theaters übernehmen. Nach Jiri Kylián wurde das NDT seit 1999 von Marianne Sarstädt geleitet. In Stockholm ausgebildet kam Anders Hellström vom Ballett der königlichen Oper Stockholm nach Hamburg, ging 1993 zu William Forsythe nach Frankfurt, und war von 1999 bis 2002 Ballettdirektor in Göteborg. Eine sehr erfreuliche Karriere für einen Tänzer, zu der wir sehr herzlich gratulieren. Für seine Tätigkeit in Holland wünschen wir ihm viel Erfolg und toi, toi,toi.

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Wir erinnern an ... Jeffrey Kirk

Anlässlich des 30jährigen Jubiläums von John Neumeier in Hamburg wollen wir in loser Folge auch an diejenigen Künstler erinnern, die durch ihren Einsatz für die Arbeiten von John Neumeier uns allen noch immer im Gedächtnis sind. Für die Jüngeren unter uns, die sie nicht kennen, soll dies eine historische Begegnung mit Tänzern werden, die zum Ruhm des Hamburg Balletts in aller Welt beigetragen haben. Einige von ihnen sind leider schon verstorben, aber in unseren Herzen leben sie weiter.

Heute denken wir an Jeffrey Kirk, den wunderbaren Danseur Noble, uns allen unvergessen in zahlreichen Rollen, von denen hier nur einige genannt werden können.

Romeo in Neumeiers "Romeo und Julia"
Lucentio in "Der Widerspenstigen Zähmung" von John Cranko
Daphnis in Neumeiers "Daphnis und Chloe"
Armand, und Des Grieux in Neumeiers "Kameliendame"
Bauern-Pas-de-Deux in Neumeiers erster Giselle-Fassung
Prinz Désiré in Neumeiers "Dornröschen"
Günther in Neumeiers "Nussknacker"

Jeffrey tanzte die Titelrolle in "Vaslaw" sowie Hauptrollen in "Matthäus-Passion", "Lieb und Leid und Welt und Traum" und in weiteren Mahler-Balletten von John Neumeier. Herausragende Soli tanzte Jeffrey in Balanchine's "Die vier Temperamente", in "Niemandsland" von Rudi van Dantzig, und im "Hamburger Impromptu" von Maurice Béjart.

John Neumeier kreierte für ihn unter anderem die Rollen des Cassio in "Othello", Galahad in der Neufassung der Artussage, und Silvius (Mozart und Themen "Wie es euch gefällt").

Mitglied im Hamburg Ballett wurde der aus Toronto gebürtige Kanadier Jeffrey Kirk im Mai 1979. Halbsolist nach zwei Jahren, ist Jeffrey im Mai 1983 Solist und 1986 erster Solist. Seine Ballettausbildung hatte er an der "National Ballet School of Canada" in seiner Heimatstadt erhalten. Im Jahre 1985 wurde er mit dem Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis ausgezeichnet. Jäh beendete seine Aids-Krankheit seine Tänzer-Karriere, zu der er sich öffentlich bekannte. Sein Schicksal trug er vorbildlich. Von 1986 bis zu seinem Tode am 19.05.1992 wirkte er als Pädagoge an der Ballettschule.

Die Daten zu dieser Kurzbiographie lieferte uns dankenswerterweise Telse Hahmann, Dramaturgin des Hamburg Balletts.

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Im Angedenken Gerty Maack

Im Angedenken an unser langjähriges Mitglied, Frau Gerty Maack, die vor einigen Monaten verstorben ist, erinnern wir uns. Hochbetagt und immer fröhlich, vermissten wir sie plötzlich in letzter Zeit in den Aufführungen vom HAMBURG BALLETT, dem sie auf besondere Weise verbunden gewesen ist. Ihr Mann, der bereits vor langen Jahren verstarb, schrieb zu Beginn der Neumeier-Zeit die Ballettkritiken für das Hamburger Abendblatt und veröffentlichte ein kleines Buch mit dem Titel TANZ IN HAMBURG. (1975 im Christians Verlag erschienen) Dieser Band gibt Aufschluss über das Ballett in Hamburg seit 1919 bis zu dem Kapitel als Beatice Cordua sagte: ...und dann kam John. Leider ist dieses Buch nicht wieder aufgelegt worden und evtl. nur noch antiquarisch zu bekommen.

Gerty Maack und Dr. Rudolf Maack bleiben in unserer Erinnerung.

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Zum 85. Geburtstag von Frau Edith Trockenbrodt

Frau Edith Trockenbrodt beging am 15. November 2003 ihren 85. Geburtstag, zu dem wir sehr herzlich gratulieren:

"Liebe Frau Trockenbrodt,

zu Ihrem 85. Geburtstag gratulieren wir Ihnen sehr herzlich und grüssen Sie als unsere "Numero Eins" in der Mitgliederliste und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute für Ihr persönliches Wohlergehen.

Als wir uns vor rund 30 Jahren begegneten, ahnten wir nicht, was wir alles in Bewegung setzen würden. Sie wollten mit mir unbedingt einen Ballett-Club gründen und ich lief immer vor Ihnen weg. Ich hatte aber nicht mit Ihrer Vehemenz gerechnet, mit der Sie Ihr Ziel verfolgten und schließlich war ich selbst davon überzeugt, dass wir einen Gesprächskreis zum Ballettgeschehen gründen sollten. Mit der Aufgabe in der Vermittlung von Kenntnissen über die klassische und zeitgenössische Tanzkunst haben wir zur kulturellen Bildung vieler Menschen, die sich uns angeschlossen haben, beigetragen und sind so zu einer unverzichtbaren Einrichtung in unserem Kulturleben geworden.

Auch wenn Sie kurze Zeit nach der Gründung unseres Vereins nach Süddeutschland verzogen sind und nicht mehr in unserem Vorstand tätig sein konnten, behielten Sie stets einen Draht zu uns und zu unseren Aktivitäten, der immer wieder Impulse brachte. So wirkten Sie aus der Ferne stets wie ein Motor, der nie zum Stillstand kam. Neben Ihrer Liebe zum Ballett entfalteten Sie unzählige Projekte auf anderen Gebieten und ernteten für Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten viel Anerkennung, erhielten mehrere Auszeichnungen und sind hoch angesehen.

Sie haben stets bewiesen, dass Kraft und Ausdauer zu einer Stärke wird, die keiner einem streitig machen kann. So wurden Sie zum Vorbild, für unsere Gesellschaft tätig zu sein im kulturellen sowie auch im sozialen Bereich. Für die Erhaltung unserer Kultur einzutreten, war für Sie stets ein wichtiges und dringliches Anliegen.

Wir sind Ihnen dafür sehr dankbar, besonders für Ihre Treue (sie dauert ewig ) zu Ihrem - unserem - Verein BALLETTFREUNDE HAMBURG e.V.

Herzliche Gratulation und viele Grüsse von allen Mitgliedern, vom Vorstand und ganz besonders von mir

Ihr Willy Wiermann

BALLETTFREUNDE HAMBURG e.V."

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Letzte Aktualisierung: 28.01.04, [ddd]