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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom Februar 2005

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

dieses erste Rundschreiben im neuen Jahr erreicht Sie, wie ich hoffe, bei guter Gesundheit und Sie sind von der Grippewelle, die mich erfasst hat, verschont geblieben. So wenden wir uns mit Freude und Zuversicht den Dingen zu, die den Alltag bereichern. In unserem Falle ist es das Ballett.

Am 6. Dezember fand traditionell unsere Nikolaus-Veranstaltung in der Ballettschule statt. Schade, dass dieses Mal nicht so viele Mitglieder wie sonst daran teilgenommen haben. Dieser Nachmittag ist gerade für uns eine besondere Gelegenheit, ohne grossen Andrang, wie wir ihn vom Tag der Offenen Tür kennen, dem Unterricht der Ballettschüler zuzusehen. Die Lehrer waren sehr gut vorbereitet, und wer in den verschiedenen Stunden dabei war, konnte wieder einmal miterleben, wie viel Anspannung und Konzentration nötig sind, um die harte Ausbildung zum klassischen Tänzer zu bestehen. Wie immer, waren auch diesmal die Kleinen unsere größte Freude.

Sehr herzlich möchte ich mich im Namen des Vorstands für Ihre Spende für das Erika-Milée-Stipendium bedanken. Die Freude über Ihren Beitrag ist immer groß, da er begabten und oft nicht begüterten Schülern zugute kommt, um ihre Ausbildung an der Ballettschule zu ermöglichen. Auch dieses Jahr bitten wir wieder darum, sich ebenso spendenfreudig zu zeigen, wie Sie es bisher getan haben. Die Spendenliste finden Sie im Anschluss.

Ich freue mich, Sie bald wiederzusehen.

Marjetta Schmitz-Esser

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Ordentliche Mitgliederversammlung

Am 22. März 2005 findet die Ordentliche Mitgliederversammlung unseres Vereins statt, Beginn 18.00 Uhr, im Haus der Carl-Toepfer-Stiftung, Lichtwark-Saal, Neanderstr. 22. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen. Die Tagesordnung liegt diesem Rundschreiben auf einem gesonderten Blatt bei.

Verkehrsanbindung:

S-Bahn: Station Stadthausbrücke, Ausgang Michaelisstr.

U-Bahn: Station St. Pauli, Ausgang Millerntor

Schnellbus Linie 37: Haltestelle Michealiskirche

Bus Linie 112: Haltestelle Museum für Hamburgische Geschichte

Parkmöglichkeiten im Parkhaus unter der Handwerkskammer, Einfahrt über die Straße Bei Schuldts Stift, zwischen Holstenwall und Hütten.

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Themen-Abend: Tanzstück „Frida - Viva la Vida“, in der Choreografie von Ralf Dörnen

Marjetta Schmitz-Esser hat am Mittwoch, den 09. März über das Stück von Ralf Dörnen „Frida - Viva la Vida“ gesprochen. Das Tanzstück thematisiert das wechselvolle, aufregende Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Mit dem Thema hatten wir uns schon an zwei Mittwoch-Abenden in der Gurlittstrasse beschäftigt. Wir haben eine Dokumentation und auch Kresniks Inszenierung gesehen, sowie den Spielfilm. Einige Mitglieder sind in Stralsund gewesen und waren begeistert von Ralf Dörnens Choreografie. Unser Mitglied, Frau Rosemarie Seifert, hat in Raquel Tibors Biografie über Frida Kahlo eine interessante Stelle gefunden, die wir im Folgenden wiedergeben:

„Wir finden in den Tänzen jeden Volkes, in dem primitivsten und in den kompliziertesten Choreographien, stets ihren gesellschaftlichen Standort genauer bezeichnet als in den anderen Kunstformen. Der Tanz hat darum ein eigenes Wesen, absolute Autonomie, er existiert durch sich allein. Er lebt in der Zeit und im Raum. Er ist durch die Musik mit der Zeit verbunden und durch seine bildnerische Kraft mit dem Raum. Der Tanz muss das sagen, was die Musik, die Malerei, die Dichtung nicht sagen können, denn er ist die Summe von ihnen allen, eine umfassende Ausdrucksform, in sich vollständig. Der menschliche Körper ist sein Gestaltungsmittel und sein perfektester Inhalt.“

(Übersetzung aus dem Spanischen von Helga Prignitz)

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„Rhythm is it“ - Enrique Sánchez Lansch kommt zu uns ins Metropolis-Kino

Es ist uns gelungen, den Regisseur des Films „Rhythm Is It“, Enrique Sánchez Lansch nach Hamburg zu bekommen, wo er uns am Sonntag, dem 13. März 2005 um 14.00 Uhr über seine Arbeit an dem Film, den wir dann auch sehen werden, berichten wird. Für jeden Tanzbegeisterten ist dieser Film ein MUSS.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind willkommen.

Hier ein paar Lebensdaten zu Enrique Sánchez Lansch:

Geboren ist er 1963 in Gijón, Spanien. Sein Vater ist Spanier, die Mutter Deutsche. Nach einer soliden Theater- und Musikausbildung begann er 1986 für das Fernsehen zu arbeiten. 1988 bringt er erste Filmdokumentationen über klassische Musik, Oper und Ballett. 1996 begann seine Arbeit für Grundy UFA, verantwortlich für den Bereich Musik, Theater und Ballett. Einige seiner Filme seien hier genannt: „Hunger nach Schönheit“ (1989), „Spanische Tänze“ (1993), „Le Nozze di Figaro“ (1993), „Winterreise“ (1994), „Don Giovanni“ (1996), „Piano En Double“ (2003), und eben „Rhythm Is It“ (2004). Dafür erhielt er im Januar dieses Jahres den Bayerischen Staatspreis.

RHYTHM IS IT! – Inhaltsangabe

Berlin, Januar 2003. In der Arena, der alten Omnibus-Remise im Industriehafen, geschieht Erstaunliches. 250 Berliner Kinder und Jugendliche aus 25 Nationen tanzen Strawinskys „Le Sacre du Printemps“, choreographiert von Royston Maldoom und begleitet von den Berliner Philharmonikern: Das erste grosse Education-Projekt des Orchesters mit seinem Chefdirigenten Sir Simon Rattle. RHYTHM IS IT! begleitet drei jugendliche Protagonisten während der dreimonatigen Probenzeit. Marie, die noch um ihren Hauptschulabschluss bangt; Olayinka, erst vor kurzem als Kriegswaise aus Nigeria nach Deutschland gekommen; und Martin, der mit seinen eigenen inneren Barrieren zu kämpfen hat. Hartnäckig und mit grosser Liebe leiten Royston Maldoom und sein Team die ersten Tanzschritte der Kinder und Jugendlichen an, von denen die meisten keine Erfahrung mit klassischer Musik haben. Im Verlauf der Proben lernen sie alle Höhen und Tiefen kennen, Unsicherheit, Selbstbewusstsein, Zweifel und Begeisterung: Eine emotionale Reise in neue, ungeahnte Welten und zu verborgenen Facetten ihrer Persönlichkeiten. Geschickt verweben die Regisseure Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch die Workshops mit den Proben der Berliner Philharmoniker – ein einmaliger, mitreissender Einblick in die Arbeit des Orchesters während eines historischen Moments. Die erste Saison mit Sir Simon Rattle markiert den Aufbruch in eine neue Ära, in der die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit selbstbewusst in die gesellschaftlichen Räume außerhalb des Konzertsaals tragen. Fast beiläufig zeichnen die Regisseure die packenden Porträts von Simon Rattle und Royston Maldoom, der seit 30 Jahren Tanzprojekte an sozialen Brennpunkten realisiert. In den Schlüsselpunkten ihrer Künstlerbiographien spannt sich mit einem Mal der Bogen zu den Turnhallen und Probenräumen, in denen die jungen Tänzer voller Leidenschaft und Widersprüche an Le Sacre du Printemps arbeiten. RHYTHM IS IT! ist eine hinreißende Liebeserklärung an die tanzenden Teenager und ihre Mentoren, ein Film über die Faszination der Musik, ein Kinoerlebnis voller Leidenschaft, Respekt und Lebensfreude.

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LA FILLE MAL GARDÉE – Interview mit Alexander Grant

Um „La Fille mal gardée“ mit dem Hamburg Ballett aufführen zu können, lud John Neumeier den ehemaligen Tänzer Alexander Grant aus England ein. Grant, der am 22. Februar dieses Jahres seinen 80. Geburtstag feiern kann, erbte die Aufführungsrechte an diesem Ballett vom 1988 verstorbenen Sir Frederick Ashton. Dagmar Fischer traf den äußerst sympathischen Kenner des Werks vor der Premiere im Ballettzentrum.

Herzlichen Dank, dass Sie die Zeit für dieses Gespräch haben, trotz der täglichen Proben...

A.G.: Es ist immer eine grosse Freude für mich, über das Ballett „La Fille mal gardée“ zu reden. Bei jeder neuen Compagnie, mit der ich das Ballett erarbeite, ist es besonders interessant zu sehen, wie sich die Tänzer die Rollen – die schon von so Vielen getanzt wurden – erobern, und was jeder Einzelne einbringt. Die Persönlichkeit eines Tänzers schimmert immer durch, so dass die Charaktere verschiedene Nuancen bekommen.

Reagieren Sie auf diese individuellen Qualitäten einer Tänzerpersönlichkeit, d.h. gibt es Möglichkeiten, vom Original Frederick Ashtons abzuweichen?

A.G.: Im Grunde gibt man ja nur die „Knochen” einer Choreografie weiter. In „La Fille mal gardée“ ist jede Aktion auf die Musik abgestimmt, die Musik illustriert jede Geste. Und diese Illustration ist so umfassend, dass man kein Programm braucht, um nachzulesen, was passiert. Das kann und darf man natürlich nicht verändern. Aber wenn eine Person beispielsweise eine andere begrüsst, kann das in unterschiedlicher Weise geschehen, weil jeder es mit seinem Herzen sagt und dabei individuelle Gefühle hat. Es ist vielleicht mit einem Text vergleichbar: Die Worte sind immer die gleichen, aber jeder liest oder spricht ihn anders.

Frederick Ashton hat Ihnen die Rechte am Ballett „La Fille mal gardée“ vermacht, tat er das zu seinen Lebzeiten?

A.G.: Nein, nicht zu seinen Lebzeiten, ich habe es erst nach seinem Tod erfahren. Nun, es gab Anzeichen, aus denen ich hätte schliessen können, dass ich es vielleicht erben werde. Die Mehrheit seiner Werke hinterließ er ohnehin seinem Neffen, der auch heute noch beim Covent Garden Ballett arbeitet. Aber wunderbarer Weise hinterliess er auch eine stattliche Anzahl seiner Ballette Tänzern, die auf besondere Art mit den Werken verbunden waren. Ob er es den anderen Erben persönlich mitteilte, weiß ich nicht. Ich erhielt jedenfalls zwei Ballette, neben „La Fille mal gardée“ noch ein sehr frühes Werk, „Facade“ aus dem Jahr 1931. Auch dieses Ballett wird gelegentlich aufgeführt, häufiger wird jedoch die Musik von William Walton im Radio gespielt. Jedenfalls bin ich auf diese Weise heute, als alter Mann, immer noch sehr beschäftigt, reise umher und gebe diese Dinge an junge Tänzer weiter – das ist eine wunderbare Aufgabe.

Warum hat er wohl Ihnen dieses Ballett anvertraut?

A.G.: Ich war von Anfang an dabei, und ich tanzte eine führende Rolle in der Uraufführung. Zwar keine der Hauptrollen, die gehören dem Liebespaar Lise und Colas, aber doch eine der wichtigen Charaktere, Alain. Ich habe in den Choreografien Frederick Ashtons viele Rollen getanzt, aber Alain war etwas Besonderes; wir haben dieses Ballett in der ganzen Welt gezeigt, und überall erinnerten sich die Menschen an Alain, an diesen kindlichen Jungen, über den man lachen kann und der so enttäuscht wird, vermutlich kann sich jeder Zuschauer mit ihm identifizieren. Ich denke, Frederick Ashton wusste, dass ich mich gut um sein Ballett kümmern würde.

Was geben Sie an die Tänzer weiter, jenseits der Schritte und Bewegungen?

A.G.: Ich erzähle ihnen, was die Schritte bedeuten, ich kenne das Ballett sehr gut, und ich kannte Frederick Ashton sehr gut, so dass ich weiß, was er jenseits der Schritte mitteilen wollte. Ich habe 30 Jahre mit Ashton gearbeitet, gekannt haben wir uns sogar noch länger. Wir standen uns sehr nah, wir waren Freunde bis zu seinem Tod. Ich ging 1976 nach Kanada, leitete dort das National Ballet of Canada; als ich nach sieben Jahren zurück kam, war unsere Freundschaft so, als sei ich nie weg gewesen.

Erzählen Sie den Tänzern auch vom ursprünglichen Werk und der Zeit der Französischen Revolution?

A.G.: Manchmal kommt die Sprache darauf, aber ich nehme es mir nicht vor. Ich erzähle selten die Geschichte des Balletts, sondern versuche die Bedeutung der Choreografie klar zu machen, das, was dem Publikum vermittelt werden soll. Jede Geste hat ihre Bedeutung innerhalb der Geschichte, das kann weder ein Video noch die Notation wiedergeben. Ich aber kann ihnen sagen, warum sie dieses oder jenes tun, damit sie in die Bewegung ihr Gefühl legen können. Es geht ja um die Rebellion eines Einzelnen gegen herrschende Autorität – ein Gedanke, der zur Zeit der Französischen Revolution sozusagen in der Luft lag. Aber die Choreografie ist vollkommen neu, also ein Werk des 20. und nicht des 18. Jahrhunderts.

Wie haben Sie denn die Zeit der Entstehung erlebt, 1959/60 in England?

A.G.: Das war die Zeit, als Ashtons Ballette voller Charme waren. Aber eine Gruppe Kritiker fand sie zu hübsch, sie kritisierten ihn als nicht zeitgenössisch genug. Es war die Zeit der „Angry Young Man“, und zeitgenössische Arbeiten wurden zunehmend populärer. Frederick Ashton zweifelte, ob er sich an dieses Ballett wagen solle, aber Tamara Karsawina bestärkte ihn in dem Vorhaben. Sie ermutigte ihn, weil sie davon überzeugt war, dass nur wenige Choreografen so wunderbare Charaktere im Tanz entwickeln konnten wie Ashton. Zum Glück schuf er es, und es ist das einzige Ballett seiner gesamten Karriere, das uneingeschränkt gelobt wurde, von Publikum und Medien gleichermaßen. Es ist ein Klassiker geworden, viele Compagnien haben das Ballett im Repertoire.

War die Rolle des Alain ihre Lieblingsrolle während ihrer Tänzerlaufbahn?

A.G.: Auf diese Frage habe ich damals als Tänzer immer geantwortet: ‚Meine Lieblingsrolle ist die, die ich als nächstes bekommen werde.’ Eine neue Rolle war immer eine neue Herausforderung. Und dann gab es eine Zeit, da liebte ich Massines Ballett „Der Dreispitz“; ich durfte Massines Rolle übernehmen, ich liebte dieses Ballett, diese Rolle, die Ausstattung von Picasso und besonders die Musik von de Falla. Doch irgendwann habe ich das Werk als Zuschauer erlebt, und ich muss gestehen, es hatte durchaus Längen! So unterschiedlich kann das sein mit einer Lieblingsrolle. Und heute, da die Zeit längst vorbei ist, in der ich über Bühnen springen kann, muss ich sagen: Alain war meine liebste Rolle! Dabei wollte ich sie zunächst gar nicht unbedingt haben. Nun ja, ich wollte schon, denn ein Angebot von Frederick Ashton konnte man nicht ablehnen. Aber sie schien mir auf den ersten Blick wenig attraktiv. Doch während der Entstehung wurde recht bald klar, dass es eine wunderbare Rolle werden würde.

Haben Sie Yukichi Hattori als Alain ausgewählt?

A.G.: Die Besetzung haben John Neumeier und ich gemeinsam geplant. Es gibt ja auch noch eine zweite Besetzung, Yohan Stegli als Alain, der mit Anna Polikarpova und Carsten Jung tanzt, das ist quasi die grössere Besetzung – denn Alain darf niemals grösser sein als Colas.

Sie sind in Neuseeland geboren, wie kamen Sie nach England?

A.G.: Ich erhielt ein Stipendium der Royal Academy of Dancing, um meine Tänzer-Ausbildung in London zu vervollständigen. Als ich am 1. Februar 1946 dort ankam, waren Männer Mangelware, aufgrund des Krieges. Meine Ausbildung habe ich nie wirklich abgeschlossen, denn im März stand ich schon als Student auf der Bühne, und im September gehörte ich zur Compagnie. Als Massine 1947 kam, wurde ich gleich in einem Ballett eingesetzt, in „Mam’zelle Angot“, dort tanzte ich mit Moira Shearer und Michael Soames – als Partner von Margot Fonteyn. So hatte ich das Glück, früh wahrgenommen zu werden.

Aber, wenn das mit der Tänzerkarriere nicht geklappt hätte, wäre ich zur See gefahren. Die Überfahrt von Neuseeland nach London war einfach fantastisch! Sieben Wochen waren wir auf See, wir umrundeten Cap Horn, ich erlebte Wellen, die höher waren als unser Schiff – und ich habe jeden einzelnen Moment dieser Fahrt genossen. Die Seefahrerei lockte mich damals sehr, weil ich die Welt sehen wollte. Da wusste ich noch nicht, dass ich die Welt auch als Tänzer sehen würde! Und das bis heute, auf meinen Reisen, um „La Fille mal gardée“ an so vielen Orten der Welt einzustudieren.

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KURZNACHRICHTEN von Dagmar Fischer

HAMBURG BALLET in Japan vom 23. Januar bis 20. Februar

123 Teilnehmer gehörten zu der reisenden Gruppe, neben den Tänzern auch Techniker und der Organisationsstab. Zum fünften Mal gastierte John Neumeier mit seiner Compagnie auf Einladung von „Min-On“ in Japan. (Min-On ist eine Organisation, die als übergeordnetes Ziel den Weltenfrieden verfolgt und dies ganz konkret durch kulturellen Austausch umsetzt). „Dornröschen“ und „Nijinsky“ wurden begeistert aufgenommen, aber den größten Erfolg erntete „Die Winterreise“ in Tokio. John Neumeier als Leiermann und Yukichi Hattori in der Hauptrolle wurden mit nicht enden wollendem Beifall bedacht. Yukichi Hattori stammt aus Tokio, seine Mutter hatte 300 Karten für die Vorstellungen ihres Sohnes reservieren lassen!

Die Compagnie absolviert ein ungeheuer anstrengendes Programm, Strecken von bis zu 800 km müssen mitunter zurück gelegt werden, um wieder woanders zu proben und Aufführungen neu einzurichten.

„La Bayadère – Die Tempeltänzerin“ in neuer Besetzung

Im Monat Januar war der beliebte Ballettklassiker gleich zwölf Mal in der Hamburgischen Staatsoper zu sehen, mit sechs verschiedenen Nikijas und weiteren Debüts in wichtigen Rollen. So waren beispielsweise als intrigante Gamsatti nun auch Heather Jurgensen und Hélène Bouchet zu erleben. Die Titelrolle tanzte neben Silvia Azzoni, Anna Polikarpova und Barbora Kohoutková auch die Erste Solistin des Moskauer Bolschoi Balletts Svetlana Zakharova – allerdings nicht, wie angekündigt, mit ihrem Partner Andrej Uvarov! Kurzfristig sprang Jirí Bubenícek für den russischen Kollegen ein. Doch in der zweiten Vorstellung, die in dieser Besetzung geplant war, verletzte sich der Erste Solist des Hamburg Ballett – und sein Bruder Otto Bubenícek brachte die Vorstellung erfolgreich zu Ende. Welche Leistung!

Batsheva Dance Company in Hamburg

Im März wird die renommierte Batsheva Dance Company aus Israel auf Kampnagel zu Gast sein. Das Stück „Naharins Virus“ nimmt Bezug auf die blutigen Unruhen in Palästina. Seit Beginn der 90er Jahre führt der Choreograf Ohad Naharin die Compagnie zu internationalem Ansehen: Kampnagelfabrik, Jarrestr. 20, am 9., 11. und 12. März, jeweils um 20 Uhr, Kartenreservierungen unter Telefon 27 09 49 49. Im Anschluss an die Vorstellung am 11.3. findet ein Publikumsgespräch statt.

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Weitere aktuelle Veranstaltungshinweise

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Letzte Aktualisierung: 22.05.05, [ddd]