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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom April 2005

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

unsere Mitgliederversammlung, die am 22. März 2005 im Lichtwark-Saal der Carl-Toepfer-Stiftung stattfand, hat einen ausführlichen Überblick über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres gebracht. Da der neue Vorstand im Team arbeitet und seine Aufgaben verteilt wahrnimmt, wird unsere Schriftführerin, Frau Dr. Regerbis, die zur Zeit leider erkrankt ist, Ihnen im nächsten Rundschreiben darüber berichten. Wir bitten um Ihr Verständnis. Über den Zuspruch, den unser Vorstand und auch ich persönlich von zahlreichen Mitgliedern erhalten haben, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.

Wir werden uns bemühen, den in uns gesetzten Erwartungen gerecht zu werden und unsere gute Zusammenarbeit fortzusetzen. Dank, Anerkennung und Zuspruch hat uns für unsere Arbeit Herr Neumeier in einem Brief zum Ausdruck gebracht. Den vollen Wortlaut geben wir in diesem Rundschreiben wieder.

Marjetta Schmitz-Esser

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Dankschreiben von John Neumeier an die Ballettfreunde!

"Kurz vor der kommenden Mitgliederversammlung möchte ich es nicht versäumen, dem Vorstand und den Mitgliedern der BALLETTFREUNDE HAMBURG e. V. noch einmal schriftlich zu danken für das Geschenk anlässlich des Jubiläums der Ballettschule.

Das erste „Jubiläums-Stipendium“ für das Schuljahr 2004/05 erhielt Mathias Iaconianni aus Argentinien. Er hat sich inzwischen bei uns eingewöhnt und macht gute Fortschritte. Für das Schuljahr 2005/06 werde ich am Ende der Saison zwei weitere Schüler/innen für die Jubiläums-Stipendien vorschlagen.

Auf diesem Wege gratuliere ich auch Frau Marjetta Schmitz-Esser sehr herzlich zur Wahl als neue Erste Vorsitzende – ich freue mich auf eine weitere kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Ballettfreunden."

Mit den besten Grüssen

John Neumeier, Kopenhagen, den 19. März 2005

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Karten-Vorverkauf an der Kasse der Staatsoper

Wie wir der Internetseite des Hamburg Ballett entnehmen, beginnt der Vorverkauf für die Vorstellungen vom 01. September bis 31. Oktober 2005 bereits am Montag, den 02. Mai 2005. In diesen Zeitraum fällt auch die 1. Ballett-Werkstatt am 23. Oktober 2005.

Wir hoffen sehr, dass wir für diese Vorstellung schon vorab ein gewisses Kartenkontingent für unsere Mitglieder reservieren können.

Der Kartenverkauf für alle anderen Vorstellungen ab 1.November 2005 beginnt am Montag, den 15. August 2005.

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John Neumeiers Informationen zur Spielzeit 2005/2006

Anlässlich der Pressekonferenz am 20. April stellte eine äusserst sympathische Simone Young sich und ihre Vorhaben als neue GMD und Intendantin der Hamburgischen Staatsoper der Öffentlichkeit vor. Für John Neumeier ist dies bereits die siebte (!) Intendanz, mit der er in Hamburg zusammen arbeitet, und er betonte, sich sehr auf die neue Generalmusikdirektorin zu freuen.

Die nächste Spielzeit hält neben vier Ballett-Werkstätten und neun Repertoire-Werken zwei Wiederaufnahmen bereit, die seit über zehn Jahren nicht auf der Bühne zu sehen waren: Zum 250. Geburtstag des Komponisten W.A. Mozart (1756-1791) werden „Requiem“ und „Fenster zu Mozart“ neu einstudiert, wobei John Neumeier zum Letztgenannten bemerkte, es überarbeiten und eventuell verändern zu wollen.

Die erste Premiere der Saison wird „Lied der Nacht“ zur Siebten Sinfonie von Gustav Mahler sein. Der Hamburger Ballettintendant erinnerte sich an seine Anfänge, als er Mahlers Dritte Sinfonie in Tanz umsetzte; damals wünschte er sich Leonard Bernstein als Dirigenten, der zwar leider verhindert war, ihm in einem Telefongespräch jedoch riet: „Machen Sie die Siebte, das ist ein Ballett!“ Nun „macht“ John Neumeier die Siebte und ist froh, dass Klauspeter Seibel wie schon bei der Dritten, auch bei der Siebten Sinfonie Mahlers die Musikalische Leitung übernehmen wird.

Im Sommer 2006 steht „Jewels“ von George Balanchine als zweite Spielzeit-Premiere auf dem Programm. Das erste abendfüllende Ballett des berühmten Choreographen entstand 1967; es benennt in seinen drei Teilen zwar Smaragde, Rubine und Diamanten als Untertitel, doch ist sich John Neumeier sicher, dass Balanchine „weniger Steine, als vielmehr Frauen zu beschreiben“ suchte. Das HAMBURG BALLETT würdigt mit dieser Hommage den bedeutenden Choreographen des 20. Jahrhunderts, „die Blumen für Balanchine kommen etwas später, wenn wieder Vasen verfügbar sind“, erläuterte John Neumeier charmant die verspätete Ehrung – denn George Balanchine wäre 2004 schon 100 Jahre alt geworden.

Abschließend erklärte der Ballettchef, dass die für 2006 geplante USA-Tour auf das Jahr 2007 verschoben, die Südamerika-Tournee jedoch abgesagt worden sei. Zu den geplanten Gastspielen in Athen und Dresden wird wahrscheinlich noch eine Italien-Tour für das HAMBURG BALLETT in der kommenden Spielzeit auf dem Programm stehen.

[Dagmar Fischer]

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Hauptprobe für „Schritte in die Zukunft“

Wiederum dürfen wir an einer Hauptprobe teilnehmen. Diesmal ist es „Schritte in die Zukunft“, vier Werke von jungen Choreographen Yukichi Hattori, Jiri Bubenicek, Christopher Wheeldon und Marco Goecke. Marco Goecke ist der Gewinner des Choreographie-Wettbewerbs „Dom Pérignon“ in Hamburg 2003. (Leider gibt es diesen Preis nicht mehr). Christopher Wheeldon kennen wir von seinem Ballett über Heinrich VIII, das er für Hamburg choreographiert hat.

Datum und Uhrzeit entnehmen Sie bitte der gedruckten Fassung dieses Rundschreibens.

[Marjetta Schmitz-Esser]

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„RHYTHM IS IT!“

Am 13. März konnten Mitglieder und auch Gäste der Ballettfreunde den Film „Rhythm is it!“ im Metropolis Kino erleben. Diesen Film sollte man gesehen haben (und inzwischen ist er ja auf Video und DVD erhältlich)! Dem Choreographen und Pädagogen Royston Maldoom gelingt es, nicht nur ein tänzerisch eindrucksvolles Projekt auf die Beine zu stellen, sondern die meisten der 250 Kinder und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten auf eine Art anzusprechen, so dass die neue Erfahrung im Tanz langhaltig wirkt. Und auch die persönlichen Gedanken und Äusserungen Sir Simon Rattles in ihrer klugen Schlichtheit machen die filmische Dokumentation zu einem Fundus neuer Anregungen in Bezug auf mögliche Musikwahrnehmung.

Doch die Besonderheit des Nachmittags war das anschließende Interview Marjetta Schmitz-Essers mit dem Regisseur des Films, Enrique Sánchez Lansch. Der in Berlin lebende Künstler ist ausgebildeter Opernsänger, Aufträge als Regisseur ergaben sich durch sein grosses Interesse an Filmen, 1986 begann er mit Arbeiten für das Fernsehen. Auch ihn hat der enorme Erfolg von „Rhythm is it!“ überrascht, denn weder der Tanz noch die Sozialarbeit sind Themen, die eine solch grosse Resonanz erwarten lassen. Dass das Filmzitat „You can change your life in a dance class” in der Tat keine leere Phrase ist, konnte Sánchez Lansch während der Dreharbeiten selbst verfolgen, denn einige der Jugendlichen änderten ihre persönliche Haltung, bekamen neue Impulse für ihr Leben und planten Dinge, die sie sich zuvor vielleicht nicht zugetraut hätten. Dieses Projekt ist in Deutschland durch den Film sehr populär geworden, doch sollten wir nicht vergessen, dass es auch in anderen Ländern, in Staaten der Dritten Welt, sehr gute und erfolgreiche Projekte dieser Art gibt; in Argentinien zum Beispiel werden Tanzwerke mit Slumkindern erarbeitet, in Kolumbien gibt es ein Programm für kriegsgeschädigte Jugendliche, denen Tanz sowohl Lebensmut als auch eine berufliche Perspektive gibt.

Den sehr gut besuchten Saal des Metropolis Kinos mussten wir leider vorzeitig räumen, weil das offizielle Programm des Kinos vorbereitet sein wollte. Wie nett, dass Enrique Sánchez Lansch auch noch im Foyer weiterhin Fragen beantwortete und den Ballettfreunden zur Verfügung stand. Ein wunderbarer, bereichernder und interessanter Nachmittag. Der Verband Deutscher Kritiker e. V. vergab den Preis in der Kategorie „Fernsehen“ an den Film „Rhythm is it!“.

[Dagmar Fischer]

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Hamburger Tänzer in Bozen

Wir können stolz sein auf zwei erste Solisten des Hamburg Ballett. Silvia Azzoni und Lloyd Riggins werden am 29. April 2005 im Rahmen einer Galavorstellung in Bozen von der italienischen Tanzzeitschrift „Danza & Danza“ ausgezeichnet. Silvia Azzoni erhält den Preis als beste italienische Tänzerin im Ausland. Lloyd Riggins wird mit einem Preis für seine tänzerische Interpretation der Rollen in „Bernstein Dances“ und „Nijinski“ geehrt. Wir gratulieren den beiden ganz herzlich und freuen uns mit ihnen. Wie glücklich können wir uns in Hamburg mit solchen Tänzern schätzen!

[Marjetta Schmitz-Esser]

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Ehrung für Ralf Dörnen

Am 14. Mai 2005 erhält Ralf Dörnen die Ehrenmedaille der Stadt Greifswald für seine künstlerischen und sozialen Verdienste in der Region. Die Ehrung findet öffentlich statt. Besonders wir Hamburger beglückwünschen Ralf Dörnen, haben wir doch schon einige seiner Ballette in Stralsund und Greifswald gesehen. Eindrucksvoll in Erinnerung haben wir "Undine", sein Ballett über Caspar David Friedrich und das Ballett über das Leben der Malerin Frida Kahlo. Es ist vorgesehen, dass John Neumeier die Laudatio halten wird.

[Marjetta Schmitz-Esser]

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Kurznachrichten

Das Hamburger Projekt „TuSCH“ (Theater und Schule) bringt seit 2002 die Arbeit an Theatern und ausgewählten Schulen einander näher. Das HAMBURG BALLETT und die Ballettschule des HAMBURG BALLETT kooperieren mit der Wichern-Schule. Seit Anfang Januar arbeiten Indrani Delmaine, Ballettpädagogin und ehemalige Tänzerin des HAMBURG BALLETT, und Telse Hahmann, Dramaturgin beim HAMBURG BALLETT, mit einer 5. Klasse zusammen. Das Hauptthema des TuSch-Projektes ist „Romeo und Julia“. Die wöchentliche Doppelstunde ist geteilt in praktische und theoretische Sequenzen, Ausflüge werden unternommen in das Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier sowie in die Werkstätten der Hamburgischen Staatsoper, wo die Schüler erleben können, wie ein Bühnenbild entsteht. Am 20. Mai besucht die Klasse eine Vorstellung von „Romeo und Julia“ in der Hamburgischen Staatsoper.

Das Festival „movimentos“ findet vom 29.04. bis 29.05.2005 erneut in Wolfsburg statt. Zu den international renommierten Compagnien gehören u.a. das „Aterballetto“ aus Italien, die „Tero Saarinen Company“ aus Finnland, das „Zürcher Ballett“, die brasilianische „Companhia de Dança Deborah Colker“ sowie die „Compagnie Montalvo-Hervieu“ aus Frankreich. Karten und Informationen unter www.autostadt.de sowie Telefon 0800/288 678 238. Trotz aller Bemühungen von Herrn Rüter war hierfür leider kein grösseres Kartenkontingent erhältlich.

Das „Ballett Vorpommern“ präsentiert sich mit einer Premiere im April, die „TanZZeiT 2005“ betitelt ist. Der zweigeteilte Abend besteht aus dem „Familienalbum“, einer Miniatur nach Henrik Ibsens „Gespenstern“, für die Thomas Guggi als Choreograph und Regisseur verantwortlich zeichnet. Teil zwei ist „Les Locataires (Die Mieter)“ überschrieben, in diesem Werk für vier Tänzer aus dem Jahr 1998 nimmt Didier Théron Bezug auf den Untergang des sowjetischen Systems. Premiere in Greifswald: 22.04. um 19.30 Uhr, in Stralsund: 30.4. um 19.30 Uhr.

John Neumeiers Choreographie „Die kleine Meerjungfrau“ wurde am 15. April in Kopenhagen uraufgeführt. Das Werk widmete der Choreograph Margarethe II., Königin von Dänemark, die Musik komponierte Lera Auerbach, die bereits „Preludes CV“ für das HAMBURG BALLETT schuf. Vom dänischen Publikum wurde die jüngste Kreation Neumeiers sehr gut aufgenommen.

„Für Uwe Scholz“ heisst eine Reihe von Gala-Vorstellungen in Leipzig, in denen die Choreographien des Künstlers im Vordergrund stehen. Das Leipziger Ballett und Weggefährten wie Vladimir Derevianko und Mark McClain ehren den verstorbenen Chefchoreographen. Premiere wird am 18. Juni um 19 Uhr in der Oper Leipzig sein, weitere Aufführungen folgen am 25., 26., 30. Juni sowie am 2. Juli 2005. Für die Folgevorstellungen ist nur ein Teil der Gäste verfügbar. Die Oper Leipzig Werkstatt informiert am 9. Juni ab 18 Uhr über diese Produktion.

[Dagmar Fischer]

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Letzte Aktualisierung: 25.09.05, [ddd]