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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom September 2005

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

nach der Sommerpause melden wir uns bei Ihnen wieder. Ich hoffe, Sie gehen gut erholt und gestärkt in die neue Saison, die uns sicherlich viel Schönes bescheren wird.

Eine freudige Mitteilung gleich zu Beginn: Bis zum heutigen Zeitpunkt können wir schon 23 neue Mitglieder begrüßen! Ich bedanke mich bei allen, die durch Ihr Zutun für solchen Zuwachs gesorgt haben.

Während des Sommers haben Frau Hallfahrt und Herr Wiermann die Presseschau zusammengestellt, wofür ich mich sehr herzlich bedanke. Die Presseschau ist eine wertvolle Dokumentation über das Ballettgeschehen, die viele von uns seit Jahren sammeln und mit großem Interesse lesen.

Vergessen Sie nicht das bereits angekündigte Interview mit Silvia Azzoni und Alexandre Riabko in der Ballettschule John Neumeier.

Bis dahin, und sehr herzliche Grüße, Ihre

Marjetta Schmitz-Esser

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Personelle Veränderungen beim HAMBURG BALLETT

Hélène Bouchet, die als Julia und in vielen anderen Rollen sowohl technisch als auch durch ihre Ausdruckskraft brillierte, wurde zur Ersten Solistin ernannt. Zu Solisten steigen Georgina Broadhurst, Maria Kousouni und Thiago Bordin auf, der inzwischen ja auch als Choreograf von sich reden macht. Und als neue Mitglieder des Hamburg Ballett erweitern folgende Tänzer ab nächster Spielzeit die Compagnie: Florencia Chinellato, Skye Harrison, Lucia Solari, Chelsea Winter; Victor Mateos Arellano, Yosuke Kusano, Kiran West, Vladimir Hayryan, Percevale Perks.

Als Gast wird am 12. Oktober Lucia Lacarra, Erste Solistin des Bayerischen Staatsballetts, die Titelrolle in John Neumeiers „Die Kameliendame“ tanzen. Die spanische Tänzerin stammt aus San Sebastian und erhielt in Madrid ihre Ausbildung. Nachdem sie bei Roland Petit am „Ballet National de Marseille“ engagiert war, holte Ivan Liska sie 2002 ans Bayerische Staatsballett. Im selben Jahr erhielt sie den begehrten „Nijinsky Award“, und 2003 wurde sie mit dem „Prix Benois de la Danse“ in Moskau ausgezeichnet, dem Oscar der Ballettwelt.

Und folgende Tänzer verlassen das HAMBURG BALLETT:

Alison Brooker und Emily Smith, beide Australierinnen, gehen in ihre Heimat zurück; ob die erste weiterhin tanzt, ist ungewiss, die zweite hat jedenfalls ein Engagement.

Anna Howlett aus Großbritannien beendet ihre tänzerische Laufbahn.

Der Schweizer Loris Bonani tanzt jetzt in Genf, Joaquín Crespo Lopes wechselt zu Nacho Duato nach Madrid, Boyko Dossev aus Bulgarien ist nun in Minneapolis engagiert, und der Brite Andrew Hall hat aufgehört zu tanzen.

[Dagmar Fischer]

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Reiseplanung

Kiel

Freitag, den 13. Januar 2006: François Klaus und Compagnie

Wie uns das Opernhaus Kiel mitteilte, ist der Vertrag für das Gastspiel leider noch nicht unterschrieben.

Für den Fall, dass das Gastspiel stattfindet, werden wir am frühen Nachmittag nach Kiel fahren, sehr wahrscheinlich mit der Bahn (Schleswig-Holstein-Ticket), Fahrpreis ca. 5,00 Euro, die Karte für die Aufführung wird zusätzlich berechnet.

Nicht vergessen: Anmeldeformular bis 14.10.2005 abzusenden

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Mainz

Wochenende 17. – 19. Februar 2006: Martin Schläpfer

Wir besuchen am 17. Februar die Aufführung „ballettmainz – Programm XX“ (wie schon im letzten Rundschreiben beschrieben). Die detaillierte Planung des Sonnabends mit eventuell einer weiteren kulturellen Abend-Veranstaltung in Mainz oder Wiesbaden oder Frankfurt habe ich wegen der Ferien dort noch nicht abschließen können, darüber demnächst mehr.

Wir werden im 4-Sterne-Fernreisebus fahren und in einem guten 3-Sterne-Hotel, zentral zum Bahnhof und zum Zentrum gelegen, übernachten.

Leistungen: Hotelübernachtung mit Frühstück, Frühstückspaket für die Hinreise, alle Ausfahrten in Mainz und Umgebung, Reiserücktritts-Versicherung

Teilnehmerpreis: Doppelzimmer 195,00 Euro, Einzelzimmer 235,00 Euro

Die Kosten für die Eintrittskarten (ca. 35,00 Euro) und eventuellen anderen Veranstaltungen sind nicht enthalten.

Nicht vergessen: Anmeldeformular bis 14.10.2005 abzusenden

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Kurznachrichten

Tänzer des HAMBURG BALLETT bei den „MUSIKTAGEN HITZACKER“

Den Ortsnamen Hitzacker kennen viele von Ihnen vielleicht nur als romantisches Städtchen am Rande der Lüneburger Heide. Doch das kleine Städtchen hat auch die „Sommerlichen Musiktage Hitzacker“ zu bieten, und das bereits zum 60. Mal in diesem Jahr! Unter dem Motto „Grenzgänge“ wurden im Jubiläumsjahr 2005 erstmalig Beiträge gezeigt, die über die Präsentation von Musik hinausgehen; einen dieser Grenzgänge gestaltete Yaroslav Ivanenko, Tänzer beim Hamburg Ballett.

Auf der Suche nach einem jungen Choreografen hatten die Veranstalter in Hitzacker zunächst an Jirí Bubenícek gedacht. Doch der Erste Solist musste wegen einer Verpflichtung in Japan absagen, empfahl aber seinen Kollegen. Yaroslav Ivanenko, seit 1998 beim Hamburg Ballett, choreografierte drei der fünf Sätze des 4. Streichquartetts in d-Moll von Jean Sibelius. Während also die Sätze 2 und 4 ausschließlich live erklangen, von den vier Damen des Vertavo Quartett wunderbar interpretiert, bekamen die Sätze 1, 3 und 5 eine tänzerische Ebene angedichtet. Neben und mit dem Choreografen tanzte Heather Jurgensen, das zweite Paar bildeten Anja Behrend und Emil Faskhoutdinov. Einen Pas de deux widmete der Ukrainer Ivanenko seiner Tanz- und Lebenspartnerin Heather Jurgensen, mit der er seit vier Jahren liiert ist, unter dem vielsagenden Titel „Ne m’oublie pas“ (vergiss mich nicht). Die Aufführung am 1. August war ein solcher Erfolg, dass der Künstlerische Leiter diesem „Grenzgang“ zwischen Ballett und Musik weitere folgen lassen will.

[Dagmar Fischer]

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Hamburger Theaternacht

Während der 2. Hamburger Theaternacht ist auch die Ballettschule des Hamburg Ballett – John Neumeier geöffnet. Am Samstag, dem 10. September, ist der Eintritt zwischen 19 und 22 Uhr jederzeit möglich; die Besucher erhalten Einblicke in die Proben zur Saisoneröffnung am 17.9. „Die Kameliendame“ und zu den „Schritten in die Zukunft“, die ab 23.09.05 wieder auf dem Spielplan stehen. Karten für die Theaternacht kosten 9 Euro im Vorverkauf, 11 Euro an der Abendkasse der jeweiligen Theater, oder im Ballettzentrum Hamburg - John Neumeier, Caspar-Voght-Strasse 54

[Dagmar Fischer]

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Tanzticket Kampnagelfrabrik

Für die Tanzaufführungen der nächsten Spielzeit bietet die Kampnagelfabrik ein sogenanntes Tanzticket an, das zum Preis von 48 Euro für alle vier Vorstellungen Gültigkeit hat: Die diesjährige Spielzeiteröffnung am 5.10. bestreitet das „Théâtre National de Chaillot/Abou Lagraa“ aus Frankreich mit „Cutting Flat“, zu sehen bis 15.10.05. Vom 23.11. bis 3.12. zeigt dann die Akram Khan Company aus Großbritannien ihr Stück „ma“. Eigens für das Kulturprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland wurde die bekannte brasilianische Choreografin Deborah Colker mit einem Werk beauftragt, das Tanz und Fußball vereinen soll, ihr „Maracaña“ (Arbeitstitel) wird zwischen dem 25.1. und 5.2.06 als Uraufführung in Hamburg zu sehen sein. Und schließlich gastiert das „Star Dancers Ballet“ aus Japan vom 18. bis 21.5.06 mit einer „Tools“ betitelten Choreografie des Deutschen Felix Ruckert; mit der klassisch ausgerichteten japanischen Compagnie haben auch schon John Neumeier und William Forsythe gearbeitet.

Kampnagel, Jarrestr. 20, Telefon 27 09 49 49

[Dagmar Fischer]

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Kongress „Kinder zum Olymp“

Der von Prof. Dr. Karin von Welck initiierte Kongress „Kinder zum Olymp“ findet 2005 in Hamburg statt. Vom 22. bis 24. September treffen sich internationale Künstler, Pädagogen und Organisatoren, um über Projekte zu berichten, die Kinder und Jugendliche in unterschiedlichster Weise an Kultur heran führen. In diesem Rahmen wird Royston Maldoom das Ergebnis seiner Arbeit mit Jugendlichen an einer Hauptschule in Hamburg-Langenhorn vorstellen. Leider ist die Abendvorstellung am 22.9. eine geschlossene Veranstaltung für die Kongressteilnehmer, am 24. und 25. September, jeweils um 16 Uhr, kann die gut halbstündige Aufführung jedoch im Rahmen des „KinderKinder“-Festivals besucht werden.

Karten für diese Aufführung auf Kampnagel unter Tel. 27 09 49 49

[Dagmar Fischer]

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„Rhythm is it!“ auf DVD

Der beeindruckende Film „Rhythm is it!“, den wir im März im Metropolis Kino sehen konnten, ist ab 12. September auf DVD erhältlich. Die Dokumentation über das beispielhafte Projekt von Sir Simon Rattle und Royston Maldoom zur Musik von Igor Strawinkys „Le Sacre du Printemps“ gibt es als Single DVD (nur der Film) und als Dreier-DVD mit zahlreichen zusätzlichen Informationen, unveröffentlichten Filmsequenzen und Interviews mit Beteiligten.

[Dagmar Fischer]

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Ausstellung „Yesterday – Gerettete Tanzgeschichte(n)“ in Köln

Im Kölner Tanzarchiv ist noch bis 3.10.05 eine wunderbare Ausstellung zu erleben: Jeder interessierte Besucher hat die einmalige Gelegenheit, wertvolle Schätze des Archivs zu sehen, die ansonsten nicht der Öffentlichkeit gezeigt, sondern nur Tanzwissenschaftlern zu Forschungszwecken zugänglich gemacht werden. Unter dem Titel „Yesterday – Gerettete Tanzgeschichte(n)“ werden Exponate gezeigt, die das künstlerische und private Leben von Persönlichkeiten wie Anna Pawlova, Mary Wigman, Harald Kreutzberg und vieler anderer dokumentieren.

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, D-50670 Köln, Tel.: +49 221 226-5757, E-Mail: tanzarchiv@sk-kultur.de

Öffnungszeiten: täglich außer Mittwoch von 14 bis 19 Uhr

[Dagmar Fischer]

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„Laokoon“ Sommerfestival

Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestivals „Laokoon“, das 2005 der kolumbianische Tänzer, Choreograf und Pädagoge Álvaro Restrepo leitete, wurde Hamburg ein verlorener Sohn zurück gebracht: Der nahezu vergessene Tänzer Hans Weidt erfuhr in seiner Heimatstadt eine späte Würdigung. In den 20er Jahren gehörte Weidt zur Ausdruckstanzszene der Hansestadt. 1933 musste der überzeugte Kommunist Weidt nach Frankreich fliehen, wo er u.a. mit Françoise und Dominique Dupuy zusammen arbeitete. Das Künstler-Ehepaar rekonstruierte Weidts Choreografie „Alte Leute, altes Eisen“, in der sie nach dem Krieg selbst mitgetanzt hatten, und waren mit zwei weiteren Werken beim Hamburger Festival zu Gast. Außerdem erzählten sie in einem Gespräch von der Zusammenarbeit mit ihrem Lehrer Jean (Hans) Weidt, von seinem Charisma, und seinen Eigenheiten bei der Arbeit im Exil. Ergänzt wurde das Bild vom „Roten Tänzer“ durch Erinnerungen von Petra Weisenburger, die 1988 noch kurz von Weidts Tod in Berlin Ost ein filmisches Porträt über ihn vollenden konnte, sowie den Ausführungen der Tanzwissenschaftlerinnen Yvonne Hardt und Frauke Nissen.

[Dagmar Fischer]

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Weitere aktuelle Veranstaltungshinweise

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Letzte Aktualisierung: 22.11.05, [ddd]