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Gekürzte Fassung des Reise-Rundschreibens vom November 2009

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

hiermit erhalten Sie das Angebot für zwei Reisen, die wir für Sie im nächsten Jahr veranstalten werden.

Beim ersten geht es nach Essen zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises, beim zweiten für eine Viertagereise nach Dresden mit Festtagsgala in der Semperoper. Es wird uns Jirí Bubenícek begegnen, der ja seit längerem in Dresden ist, sowie auch Gamal Gouda, der seit dieser Spielzeit dort als Ballettmeister wirkt.

Wir hoffen auf zahlreiche Anmeldungen, damit die Reisen auch durchgeführt werden können und die mit der detaillierten Ausarbeitung verbundene Mühe Früchte trägt.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Deutscher Tanzpreis 2010

Der Deutsche Tanzpreis 2010 ist einer Person gewidmet, die nicht im Rampenlicht steht, aber dennoch seit Jahrzehnten dem Tanz dient: Georgette Tsinguirides. Die ehemalige Tänzerin ließ sich auf Bitten von John Cranko in den 1960er Jahren am Londoner Institute of Choreology zur Choreologin ausbilden und studierte dort die Benesh-Movement-Notation. Seither hält sie die Werke des Stuttgarter Balletts schriftlich fest. Am 27. Februar wird sie im Aalto Theater als 28. Preisträgerin den Deutschen Tanzpreis entgegen nehmen – und am selben Tag feiert sie ihren 82. Geburtstag.

Der nächste Deutsche Tanzpreis ist insofern eine Hommage an die Kunst der Tanz-Notation. Das Programm der Gala im Essener Opernhaus beruht auf Einstudierungen, die auf Basis der Benesh-Movement-Notation möglich wurden. So werden beispielsweise die beiden Tänzer Eric Gauthier und Egon Madsen ein Duett aus John Crankos „The Lady and the Fool“ zeigen. Des Weiteren werden Solisten des Chinesischen Nationalballetts aus Peking, Solisten der Pariser Oper, Solisten des Hamburg Ballett, Solisten des Aalto Ballett Theaters aus Essen sowie Solisten des Staatsballetts Berlin gemeinsam mit dem Stuttgarter Ballett in Werken von John Cranko, Kenneth MacMillan, John Neumeier und anderen Choreografen zu sehen sein. Die Laudatio für ihre langjährige Kollegin Georgette Tsinguirides wird Marcia Haydée halten.

Den Deutschen Tanzpreis „Zukunft“ 2010 erhält Iana Salenko, der Berliner Tanz- und Musikkritiker Klaus Geitel wird die Laudatio auf die Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin halten, die seit 2005 im Ensemble von Vladimir Malakhov die wichtigsten Titelrollen des Repertoires tanzt.

2010 wird es auch wieder einen Anerkennungspreis geben: Er wird an Christine Eckerle von der Folkwang Hochschule Essen und an Susanne Menck, langjährige Choreologin des Hamburg Ballett, verliehen. Die Verdienste dieser Beiden im Bereich der Tanznotation sind – selbst im Zeitalter der digitalen oder auch der Videoaufzeichnung – kaum hoch genug einzuschätzen, da die schriftliche Notation eine viel präzisere Art der Aufzeichnung fordert, als das filmische Mittel je zulassen.

Und wie immer, wird es auch im Jahr 2010 Überraschungen bei der Verleihung des Deutschen Tanzpreises geben.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Ballettreise nach Essen mit "Verleihung des Deutschen Tanzpreises" im Aalto Theater

Hinfahrt:
Sa., 27.02.2010,
10:46 Uhr ab Hamburg Hbf,
13.57 Uhr an Essen

Rückfahrt:
So., 28.02.2010,
15:37 Uhr ab Essen,
19:06 Uhr an Hamburg Hbf

Preise pro Person:
DZ ca. € 135,00
EZ ca. € 155,00

Die Reisekosten beinhalten die Gruppen-Bahnfahrt in der 2.Klasse Hamburg/Essen/Hamburg inklusive Platzreservierung sowie die Kosten für eine Übernachtung mit Buffetfrühstück im 4*-Hotel (800m vom Bahnhof entfernt)

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Rückfragen bezüglich der Eintrittskarte bitte an Frau Ulrike Jessenberger unter Telefon 040 – 60 25 388

Die verbindliche Anmeldung sollte bis spätestens 18. Dezember 2009 bei WK-Reisen eingegangen sein.

BALLETTFREUNDE HAMBURG e.V.
c/o WK-Reisen – Hamburg-Würzburg
Reissgarten 4
97288 Theilheim

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Ballettreise nach Dresden mit "Festtagsgala" in der Semperoper

Hinfahrt:
Do., 13.05.2010,
08:31 Uhr ab Hamburg Hbf,
12.52 Uhr an Dresden

Rückfahrt:
So., 16.05.2010,
17:04 Uhr ab Dresden,
21:33 Uhr an Hamburg Hbf

Preise pro Person:
DZ ca. € 348,00
EZ ca. € 428,00

Gruppen-Bahnfahrt in der 2. Klasse ab/bis Hamburg
3 Übernachtungen inkl. Frühstück im 4*-Hotel im Zentrum (ca. 200 m vom Zwinger)
Stadtführung (ca. 2 Stunden)
Ganztagesausflug Elbsandsteingebirge inkl. Bus und Reiseleitung

Do 13.05.10
Anreise mit Bahn
nachmittags ca. 2-stündige Stadtführung

Fr 14.05.10
Dresden – Folgende Vorschläge
vormittags: Führung im Neuen Grünen Gewölbe
mittags: Orgelandacht in der Frauenkirche mit anschließender Führung
nachmittags: Offene Frauenkirche mit Besichtigungsmöglichkeit
abends: 19:00 Uhr (fakultativ) Festtagsgala in der Semperoper

Sa 15.05.10 Ganztagesausflug Elbsandsteingebirge

Mit gemietetem Bus Fahrt nach Pillnitz – Elbsandsteingebirge – Besichtigung der Bastei mit Gelegenheit zum Mittagessen – Fahrt über Bad Schandau nach Königstein – Besichtigung und Führung auf der Festung, dann Rückfahrt mit dem Bus zum Hotel
abends: 20:00 Uhr (fakultativ) Orchesterkonzert in der Frauenkirche Budapest Festival Orchestra zu Gast

So 16.05.10
vormittags: Fahrt mit öffentl. Verkehrsmitteln nach Hellerau – Führung
Heimreise mit der Bahn

Reise-Programmänderungen nicht geplant; aber vorbehalten

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Rückfragen bezüglich der Eintrittskarten Semperoper und Frauenkirche bitte an Frau Ulrike Jessenberger unter Telefon 040 – 60 25 388

Die verbindliche Anmeldung sollte bis spätestens 15. Januar 2010 bei WK-Reisen eingegangen sein

BALLETTFREUNDE HAMBURG e.V.
c/o WK-Reisen – Hamburg-Würzburg
Reissgarten 4
97288 Theilheim

Das Programm der Festtagsgala in der Semperoper am Freitag 14.05.2010 um 19 Uhr

„Exsultate Exsultate“

A Million Kisses to my Skin Choreografie: David Dawson Musik: J.S. Bach

«A Million Kisses to my Skin»: Ein berauschendes Werk, das es schafft, Bachs Erstes Klavierkonzert in d-Moll zum Singen zu bringen.» (Jenny Stevenson) Die Tänzer strecken ihre Glieder auf das Weiteste und die Betonung liegt auf Asymmetrie, schrägen Drehungen und der gebrochenen Linie. Die Körper wirbeln durch die Luft, und die Tänzer nutzen diese einmalige Gelegenheit, ihr ganzes Können in diesem Wirbelwind einer Choreografie zu zeigen. Fast hat es den Anschein, sie verbrächten mehr Zeit in der Luft als auf dem Boden.

Grand Pas Classique Choreografie: Victor Gsovsky Musik: Daniel-François-Esprit Auber

Der 1949 in Paris uraufgeführte «Grand Pas Classique» des russischen Choreografen und Ballettpädagogen Victor Gsovsky (1902-74) ist eine Huldigung an den klassischen Tanz. Auf einen Auszug der Musik des dreiaktigen Balletts «Marco Spada» (1857), das der Komponist Daniel-François-Esprit Auber als Pendant zu seiner gleichnamigen Oper von 1852 herausbrachte, ist dieser Pas des Deux ein Meisterstück von hoher Virtuosität. Die Strenge der klassischen Form, die Bestimmtheit der Norm, die kein überflüssiges Detail zulässt, bringt die Überlegenheit der Tänzerin zum Ausdruck, die schließlich einen Triumph der Weiblichkeit feiert.

The Vertiginous Thrill of Exactitude Choreografie: William Forsythe Musik: Franz Schubert

«Vertiginous Thrill ist wirklich nicht mehr, aber auch nicht weniger, als eine perfekte Stilübung in Sachen neo-klassisches Ballett.» Ein hochvirtuoses Bravourstück, getanzt mit «schwindelerregender Lust an der Genauigkeit» zu Schuberts Großer C-Dur Sinfonie.

Kanon in D-Dur Choreografie: Jirí Bubenícek Musik: Otto Bubenícek, Johann Pachelbel

Er gilt zu Recht als einer der begabtesten Tänzer der Ballettwelt von heute. Sein außergewöhnliches Talent für Bewegung hat er in den letzten Jahren auch als Choreograf immer wieder unter Beweis gestellt. Die Bilder Leonardo da Vincis und sein Huldigen des menschlichen Körpers inspirierten ihn zu diesem, aus seiner Choreografie «Le souffle de l`esprit» ausgekoppelten Stück. Kraftvoll sensible Bilder zu Pachelbels Kanon in D-Dur.

Petite Mort Choreografie: Jirí Kylián Musik: W.A. Mozart

«Petite Mort» – «kleiner Tod» – bezieht sich auf den umgangssprachlichen französischen Ausdruck für Orgasmus. Aggression, Sexualität, Energie, Stille und Verletzlichkeit finden ihre Gestalt in dieser Choreografie. Unverzichtbares Requisit sind sechs Säbel, die in den unterschiedlichsten Konstellationen die Funktion von Tanzpartnern übernehmen und zuweilen ungestümer und eigensinniger wirken als ein Partner aus Fleisch und Blut.

Sechs Tänze Choreografie: Jirí Kylián Musik: W.A. Mozart

Eine der komischen Choreografien Jirí Kyliáns auf Mozarts «Deutsche Tänze» KV 571, inspiriert von den frech-frivolen Briefen des Komponisten. Vier Paare «aus der Rokoko-Zeit» und ihre (erotischen) Beziehungen.

Orchesterkonzert in der Frauenkirche zu Dresden am Samstag 15.05.2010 um 20 Uhr

Budapest Festival Orchestra zu Gast

Programm:

Richard Wagner, Siegfried-Idyll

Arvo Pärt, „Como cierva sedienta“ für Frauenchor und Orchester

W. A. Mozart, Vesper „Vesperae solennes de Confessore“ KV 339

Solisten:
Sopran Sybilla Rubens u. a.
Collegium Vocale Gent
Budapest Festival Orchestra, Leitung: Iván Fischer

Ivan Fischer zählt zu den namhaftesten Dirigenten unserer Zeit.

Wir können gespannt sein auf die einzigartige Konzertatmosphäre in einem der bedeutendsten Kuppelbauten Europas. Sie ist nicht nur für das Publikum, sondern auch für jeden Musiker etwas ganz Besonderes.

Zur Führung am Sonntagvormittag, 16. Mai 2010, durch die Gartenstadt bis zum Festspielhaus Hellerau:

Die Führung geht zu wichtigen Schauplätzen neuer Lebens- und Ausdrucksformen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht das von Heinrich Tessenow erbaute Festspielhaus, ein Wegweiser der modernen Architektur.

Die hier 1911 von dem Schweizer Musikpädagogen Emile Jacques Dalcroze gegründete „Bildungsanstalt für rhythmische Gymnastik“ war Wegbereiter der Avantgarde im modernen Tanz. Hier tanzten und lehrten u. a. Mary Wigman und Gret Palucca. Die bauliche Anlage umfasst außer dem gewaltigen Festspielhaus Wohnpavillons für Schüler und Lehrer rund um einen Vorplatz mit Brunnen, eine Freiluftarena und umlaufende Licht- und Sonnenhöfe. Dies entsprach genau den Vorstellungen von Emile Jaques Dalcroze. Künstler und Architekten aus ganz Europa besuchten die Aufführungen der Schule, unter ihnen Le Corbusier, Kafka, Kokoschka, Nolde, Poelzig und Rachmaninov.

Zu den hier jährlich stattfindenden Festspielen versammelte sich bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 die gesamte Kulturelite Europas. Heute ist das Festspielhaus einer der wichtigen Veranstaltungsorte in Dresden für junge Kulturschaffende.

[Marjetta Schmitz-Esser]

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Letzte Aktualisierung: 08.10.09, [ddd]