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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom September 2011

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

nun ist er wieder vorbei, der Sommer. Er war kurz, und nicht sehr schön. Trotzdem hoffe ich, Sie sind alle gesund am Start in die neue Saison.

Gleich zu Beginn, am 28. September, geht es mit dem Bus nach Berlin zur Gala anlässlich der Spielzeiteröffnung in der Deutschen Oper. Dagmar Ellen Fischer hat die Fahrt vorbereitet und ich wünsche ihr wieder so viel Erfolg wie beim letzten Ausflug.

Die in unserem letzten Rundschreiben angekündigte Reise im Januar nach Salzburg steht nun. Die Anmeldeformulare finden Sie hier im Anhang. Frau Jessenberger und ich betreuen diese Fahrt und freuen sich schon jetzt, Ihnen die Schönheiten und den einzigartigen Zauber dieser Stadt vor Augen führen zu können, vielleicht sogar im Schnee. Unter den künstlerischen Höhepunkten, an denen wir teilnehmen, wird die Ballettgala im Salzburger Landestheater stehen. Außerdem gibt es aus Anlass der Eröffnung der Mozartwoche eine Uraufführung - ebenfalls im Landestheater - mit dem derzeitigen Arbeitstitel „Gefaltet“. Es ist ein choreografisches Konzert von Sasha Waltz und dem Komponisten Mark Andre. Sasha Waltz, eine der führenden Choreografinnen unserer Zeit, befasst sich hierin mit der Musik von Mozart und Mark Andre, wobei Tänzer und Musiker gemeinsam auf der Bühne agieren werden, wie sie schreibt „jenseits konventioneller Hierarchien der Künste und Künstler“.

Großes steht Anfang Dezember. Unser Verein begeht sein 35-jähriges Bestehen. Wir werden das Ereignis feiern in guter Tradition zu Nikolaus in der Ballettschule, wo für uns im Petipa-Saal eine Aufführung der Ballettschüler stattfindet. Auch unsere Stipendiaten stellen sich uns vor. Anschließend gibt es ein gemütliches Beisammensein bei Punsch, Stollen und Würstchen. Die Teilnehmer müssen allerdings 15 Euro beisteuern, da es uns steuerlich nicht erlaubt ist, unsere Mitglieder aus der Vereinskasse zum Verzehr einzuladen. Wir hoffen sehr auf zahlreiches Erscheinen, damit die Mühe, die sich die Schule für uns gibt, auf diese Weise auch angemessene Würdigung findet.

Im Dezember sind wir Ballettfreunde von Herrn John Neumeier wieder in die Staatsoper eingeladen, diesmal zur Hauptprobe seiner neuesten Kreation „Liliom“ nach dem bekannten Bühnenstück von Franz Molnar.

Soviel für heute. Es freut sich auf ein Wiedersehen und grüßt Sie,

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Ballettbuch „Tamaras Haus“

Unser Mitglied, Marina Krauth, Mitinhaberin der Buchhandlung Felix Jud, teilt uns Folgendes mit:

Im Verlag Stuart Jacoby ist „Tamaras Haus" als sogenannte Pop-Up Edition erschienen. Es ist ein sehr hübsches Puppenhaus zum Aufklappen, das originalgetreu die Pariser Wohnung der russischen Tänzerin Tamara Platonowa darstellt, die 1909 Mitglied der Ballets Russes wurde. Der Edition beigefügt ist ein kleines, fein bebildertes Tagebuch der Tänzerin aus ihrer Pariser Zeit. Preis: 35 Euro, zu haben in der Buchhandlung Felix Jud am Neuen Wall. Das wäre doch ein schönes Festtagsgeschenk für einen passionierten Ballettfreund, nicht wahr? Außerdem tun Sie dem Verein mit dem Kauf noch etwas Gutes. Zehn Prozent von jedem verkauften Exemplar gehen an uns Ballettfreunde!

[Marjetta Schmitz-Esser]

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Tagesfahrt zur Spielzeiteröffnung des Staatsballetts Berlin

Die erste Reise in der neuen Saison führte eine Gruppe von 15 Ballettfreunden nach Berlin. Am 28. September eröffnete das Staatsballett Berlin seine neue Spielzeit in der Deutschen Oper mit einer zweigeteilten und zweistündigen Gala: Teil eins bündelte sieben unterschiedliche kurze Werke von den Choreografen Marius Petipa, Zeynep Tanbay, Renato Zanella, Tim Plegge, Roland Petit, Stanton Welch und Itzik Galili; den zweiten Teil nach der Pause bildete ein Auszug aus „Die Vier Jahreszeiten“, ein Divertissement zu Musik von Giuseppe Verdi in der Choreografie des Berliner Ballettintendanten Vladimir Malakhov.

Bei herrlichstem Sommerwetter startete der Bus am 28. September um 11 Uhr vom Hamburger Bahnhof Dammtor mit einem komfortablen Bus, um 14.45 Uhr stiegen wir an der Deutschen Oper aus. Bis zu unserem vereinbarten Treffen mit Frau Dr. Christiane Theobald gab es unterschiedliche Möglichkeiten des Zeitvertreibs. Sehr herzlich wurden wir dann um 16 Uhr in den (immer noch neuen) Räumlichkeiten des Staatsballetts Berlin willkommen geheißen, Frau Dr. Theobald nahm sich bis 17.15 Uhr Zeit, um uns durch die drei Säle und die Verwaltungsräume zu führen; auch den Ruhe- und Krafttrainingsraum konnten wir in Augenschein nehmen und sogar „erproben lassen“. Das auf die Bedürfnisse der größten Ballettcompagnie Deutschlands abgestimmte und daraufhin umgebaute neue Zuhause ist beeindruckend, doch noch viel größeren Eindruck haben die Ausführungen von Frau Dr. Theobald hinterlassen: Mit Leidenschaft berichtete sie vom Alltag der Tänzer im neuen Haus, erzählte von den Schwierigkeiten vor und nach diesem Umzug in gigantischen Dimensionen und auch von zukünftigen, noch inoffiziellen Plänen. Besonders interessant waren ihre Informationen zur bevor stehenden Gala – wer sich von wem hat inspirieren lassen, oder warum ein bestimmtes Werk nur mit jenem Choreografen verwirklicht werden konnte … erhellendes Insider-Wissen, das in keinem Programmheft steht!

Die gesamte Gruppe folgte dem Angebot des Vorstands, das Abendessen gemeinsam einzunehmen, und so nutzten wir den separaten Raum neben der Kantine der Oper, wo ein geeignet großer Tisch für die Ballettfreunde Hamburg ab 17.30 Uhr reserviert worden war. Bis zum Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr war also genug Zeit für geselliges Speisen.

Die Gala bot stilistisch und technisch ein breites Spektrum, auch Hausherr Vladimir Malakhov tanzte in zwei Choreografien. „The Sofa“ von Itzik Galili war das bemerkenswerteste Stück des Abends, am 1. Juni 2012 wird der in den Niederlanden lebende Choreograf eine Premiere in Berlin zeigen. Aus der Schar der Tänzerpersönlichkeiten ragten die Ersten Solisten Iana Salenko und Rainer Krenstetter heraus. Um 22 Uhr traten wir die Heimreise an und erreichten Hamburg nach Mitternacht.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Information zur Reise nach Salzburg

Liebe Ballettfreunde,

wir sind seit Frühjahr mit der Planung dieser Reise beschäftigt. Nun haben wir endlich die genauen Termine und auch die Karten für die Ballettvorstellungen, ebenfalls sind die Hotelzimmer vorreserviert. Nun fehlt nur noch das geeignete Transportmittel.

Mit der Bahn wären wir 8 Stunden unterwegs. Direktflüge ab/bis Hamburg bietet nur „Air Berlin“ an, die jedoch derzeit aus Sparmaßnahmen viele Flüge zusammenlegt oder ganz streicht. Dieses Risiko können wir mit einer Gruppe nicht eingehen, ganz abgesehen davon startet Air Berlin morgens um 6:30 Uhr. Darum haben wir uns entschlossen mit der Lufthansa zu fliegen, die jedoch nicht direkt fliegt und für Gruppen höhere Preise anbietet. Leider sind die endgültigen Kosten heute noch immer nicht absehbar. Dennoch gebe ich Ihnen die Ca.-Preise unserer geplanten Salzburgreise nach heutigem Stand.

Generell zu Gruppenreisen möchte ich Folgendes anmerken:

Wie Sie vielleicht selbst schon feststellen konnten, sind die Preise der sogenannten Billigflieger kräftig gestiegen. Hinzu kommt, dass die billigen Flüge, die im Internet bzw. in der Medienwerbung nur jeweils Tagespreise und die Kapazitäten hierfür begrenzt bzw. zu fast „unmenschlichen Zeiten“ (ganz früh am Morgen oder spätabends) sind. Diese „Eckpreise“ sind nur für Einzelpersonen und oft nur über Internet buchbar. Gruppen müssen immer extra angefragt werden und die Preise sind sowohl im Bahn- als auch im Flugbereich fast nie identisch. Das erschwert in der heutigen Zeit generell die Planung von Gruppenreisen und erzeugt immer wieder Diskussionen über die Preisgestaltung.

Dennoch sollte man bedenken, dass Reisen – eingebettet in eine Gruppe – auch ein ganz besonderes Erlebnis sind. Ich glaube, dass sich die Teilnehmer unserer sorgfältig vorbereiteten Ballettreisen aus der Vergangenheit gerne an die gemeinsame Zeit und die gemeinsam erlebten Eindrücke erinnern. Das ist auch der Grund, warum der Vorstand keine Mühen scheut, für Sie weitere interessante Ballettreisen zusammenzustellen und anzubieten. Wir legen größte Sorgfalt auf die Auswahl solcher Reisen, oft gespickt mit außergewöhnlichem Ambiente und hoffen, dass diese Arbeit durch Ihre Teilnahme Anerkennung findet.

Flug mit der Lufthansa ab Hamburg via Frankfurt nach Salzburg
am 26.01.12 ab Hamburg 10:30 – an Salzburg 13:40 Uhr
am 29.01.12 ab Salzburg 14:25 – an Hamburg 17:35 Uhr

Leistungen:

Preis im DZ ab ca. Euro 649,00 Preis im EZ ab ca. Euro 738,00

Diese Reise kann nur als Gruppenteilnehmer gebucht werden.

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen Höchstteilnehmerzahl: 30 Personen

Nicht im Preis eingeschlossen: Eintrittskarten im Landestheater in Salzburg

Wegen der Stornofristen für die Flüge und auch für die Eintrittskarten benötigen wir Ihre umgehende Anmeldung, spätestens bis zum 20.10.2011. Die Teilnahme erfolgt nach Eingang der Anmeldung. Wir möchten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass nicht gewährleistet werden kann, dass bis zum Anmeldeschluss Plätze vorhanden sind.

[Ulrike Jessenberger]

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Kurznachrichten

Alexandre Riabko ist in der Kategorie „Darsteller Tanz“ für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Der Erste Solist des HAMBURG BALLETT erhielt die Nominierung für seine Leistung in Jerome Robbins’ „Dances at a Gathering“, in dem Ensemblestück tanzt Riabko den Mann in Braun. Dies ist die vierte FAUST-Nominierung für ein Mitglied des HAMBURG BALLETT: 2006 war Thiago Bordin in der männlichen Titelrolle in „Romeo und Julia“ nominiert, 2007 Edvin Revazov als Tadzio in „Tod in Venedig“ und 2010 Otto Bubeníček in der Titelrolle von „Orpheus“ – alles Choreografien von John Neumeier. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste wählt aus den Nominierten den Preisträger aus, die Gewinner werden am Abend der Preisverleihung, am 5.11.2011 in der Oper Frankfurt bekannt gegeben. DER FAUST wird 2011 zum sechsten Mal vergeben, er ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis.

Lucinda Childs, eine der bedeutendsten amerikanischen Tänzerinnen und Choreografinnen der Postmoderne, zeigt am 13., 14. und 15.10. um 20 Uhr auf Kampnagel ihr Werk „Dance“ aus dem Jahr 1979. Die New York Times schrieb damals, „Dance” sei „…a vision of how we would all move in dance paradise.” 20 Minuten vor der Vorstellung gibt es an allen drei Tagen eine Einführung.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Weitere aktuelle Veranstaltungshinweise

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Letzte Aktualisierung: 19.11.11, [ddd]