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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom März 2012

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

nach einem langen, strengen Winter beginnt zaghaft der Frühling, und es erwachen auch unsere Lebensgeister. Nun melden wir uns wieder.

In diesem Rundschreiben werden Sie einen Bericht von mir über die sehr gelungene winterliche Reise finden, die uns nach Salzburg führte. Durch den großen Anklang ermutigt, bemühen sich Frau Jessenberger und ich, eine nächste attraktive Reise für den Herbst zu planen. Voraussichtlich im nächsten Rundbrief werden wir so weit sein, dass wir darüber Näheres mitteilen können.

Herzlicher Dank sei gesagt allen Mitgliedern, die großzügig für das Erika-Milee-Stipendium gespendet haben, mit der sie die Ausbildung bedürftiger Ballettschüler an der Ballettschule John Neumeier weiter ermöglichen. In nächster Zeit stehen viele Ballettvorstellungen an, und auch die ganz Jungen zeigen ihr Können. Dazu wünsche ich Ihnen viel Freude und angenehme Stunden.

Bis zu einem Wiedersehen im April bei unserer Mitgliederversammlung verbleibe ich mit herzlichen Grüßen,

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Bericht über die Reise nach Salzburg im Januar 2012

Salzburg begrüßte uns am Nachmittag bei strahlendem Winterwetter und wird uns schon allein deshalb immer in Erinnerung bleiben. Schon gleich am Abend im Sternbräu gab es Gelegenheit, die köstlichen österreichischen Spezialitäten bei einem gemütlichen Beisammensein auszuprobieren. Doch zunächst zum eigentlichen Anliegen der Reise:

Erstens die Vorstellung der Choreografin Sasha Waltz zur Eröffnung der Mozartwoche im Salzburger Landestheater. Das Stück heißt „Gefaltet“, die Musik stammt von Mozart und dem Jetztzeitkomponisten Mark Andre, Composer in Residence 2012 in Salzburg. Was ließ sich erwarten unter dem Titel „Gefaltet?“ Mark Andre, vielfach gerühmter und mit höchsten Auszeichnungen für Werke der Neuen Musik bedachter Wahlberliner, der in Paris geboren ist, gibt darauf die Antwort: „Es geht um die Faltung als Impulsantwort. Faltung ist ein mathematischer Begriff, der in der elektronischen Musik ein Verfahren beschreibt, das ich bei meiner Arbeit oft verwende. Faltung erlaubt es, akustisch erzeugte Impulse mit „Antworten“ zu versehen, die ebenfalls auf akustisch produzierten Materialien basieren.

Dabei geht es um die Summierung zweier Spektren, dem einen, das den Impuls setzt, und dem anderen, das antwortet, wobei ich Impuls und Antwort als Metapher verstehe.“

Die Choreografin Sasha Waltz versucht, dieser Idee zu entsprechen, indem sie Musiker und Tänzer miteinander auf die Bühne bringt und sie so agieren lässt, dass eine vielfache, so verstandene Faltung zustande kommt. Zwei Klangfamilien treffen aufeinander, die eine ist die Welt von Mozart, die andere, Jetztzeitige, die von Mark Andre. Die Musiker und Tänzer produzieren Klänge und Geräusche, die teils ineinander verfließen, teils gegeneinander abgesetzt sind. So spielt, um ein Beispiel zu nehmen, der Atem des mitreißenden Tänzers Edivaldo Ernesto aus Mozambik im Klanggebäude, aber auch bei der Bewegung eine entscheidende Rolle. Es ist verständlich, dass dieses ungewöhnliche Stück bei den Mitgliedern unserer Reisegruppe Anlass für viel Gesprächsstoff gegeben hat, der auch bei unserem Zusammensein nach der Premiere im Sacher-Grill gegenüber dem Salzburger Landestheater noch längst nicht ausgegangen war.

An unserem zweiten Theaterabend wohnten wir der Abschlussgala der Salzburger Ballettwoche bei. Mit Tänzern und Choreografien waren neben dem Salzburg Ballett mit jeweils zwei Solisten vertreten: Ballett Dortmund, Semperoper Ballett Dresden (das uns ein Wiedersehen mit Jiří Bubeníček brachte), Ballett Badisches Staatstheater Karlsruhe, Gauthier Dance Company Theaterhaus Stuttgart, Staatsballett Berlin und Stuttgarter Ballett. Unbestreitbar der Höhepunkt an Komik war Eric Gauthier mit seiner Choreografie „Air Guitar“, worin er auch selbst tanzte. Flamenco- und Popgitarristen wie Elvis Presley wurden aufs Köstlichste auf die Schippe genommen.

Nach der Vorstellung waren wir Ballettfreunde zur intimen Premierenfeier im Logenfoyer des Theaters eingeladen. Aufs herzlichste begrüsste uns dort Ballettdirekter Peter Breuer und der Intendant Carl-Philip von Maldeghem, und es gab reichlich Gelegenheit, sich auch mit den Tänzern zu unterhalten.

Das Beiprogramm der Reise darf hier auf keinen Fall vergessen werden. An zwei Vormittagen hat uns eine liebenswürdige, hervorragend sachkundige und ihre Heimat liebende Führerin namens Brigitte durch die Straßen, Plätze, auf die historischen Friedhöfe und durch den beeindruckenden Dom geführt. Sicherlich hat auch jeder Teilnehmer auf seine Weise Salzburg erleben können, einschließlich selbstredend die berühmten Cafés mit den köstlichen Bäckereien und Mehlspeisen. Ich selbst habe mir mit einer kleinen Gruppe die Emil Nolde-Ausstellung im Museum auf dem Mönchsberg angesehen.

Den Abschluss der so gelungenen Reise bildete am Sonntagvormittag Mozarts Credo-Messe im Salzburger Dom – sicherlich für alle ein unvergessliches Erlebnis.

Ein herzliches Dankeschön hat sich Frau Jessenberger verdient, die diese Reise meisterlich organisiert und zu deren guten Gelingen ganz wesentlich beigetragen hat. Wir freuen uns immer wieder, wie sie es versteht, fachliche Kompetenz und menschliche Wärme miteinander zu verbinden.

[Marjetta Schmitz-Esser]

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Ivan Liška erhielt den Deutschen Tanzpreis 2012

„Mit Ivan Liška ehren wir einen der herausragendsten Bühnentänzer unseres Landes, der während seiner 20-jährigen Zusammenarbeit mit John Neumeier im HAMBURG BALLETT mit kaum zu beschreibender Genialität ein äußerst umfangreiches tänzerisches Repertoire seinem Publikum im eigenen Haus sowie auf internationalem Feld und auch im Film vermittelte.“ So lautet ein Passus aus der Ehrenurkunde, die Ivan Liška am 4. Februar während der vierstündigen Gala im Essener Aalto Opernhaus überreicht wurde. Der Ausnahmetänzer wurde dort geehrt, doch ebenso der erfolgreiche Ballettdirektor des BAYERISCHEN STAATSBALLETTs, der er nunmehr seit 13 Jahren ist.

Und als der Vorhang nach der Pause – die erste Hälfte des Abends gehörte der Tanzpreisträgerin „ZUKUNFT“ Gözde Özgür vom BAYERISCHEN STAATSBALLET – die Bühne zum zweiten Teil des Abends freigibt, steht Ivan Liška dort, einsam neben einer Bank. Das allein gab schon Anlass zu spontanem Applaus. Was dann folgte, wurde zum Herzstück der Gala, denn es führte das Publikum zu den Anfängen der Karriere von Ivan Liška zurück, zu dem begnadeten Tänzer, der mit seiner Präsenz den Raum füllt: „The Old Man and Me“ interpretierten Ivan Liška und Judith Turos mit verstörender Intensität, dieses poetische Tanzduett – von Hans van Manen für das Nederlands Dans Theater 1996 kreiert – changiert zwischen Melancholie und Witz, gegenseitiger Verfolgung und Flucht voreinander, um schließlich in Leidenschaft und Trennung zu enden. Ein noch oder wieder tanzender Preisträger gibt der feierlichen Verleihung einen besonderen Moment.

„Die Kameliendame“ von John Neumeier seit 15 Jahren auf dem Spielplan des BAYERISCHEN STAATSBALLETTs steht, das ist auf besondere Art die Fortsetzung der einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Choreografen und seinem ehemaligen Ersten Solisten Ivan Liška. Denn John Neumeier ist wählerisch, wenn es darum geht, welche Compagnie seine Werke tanzen darf, Ivan Liškas Ensemble darf. Und die beiden Interpreten in den Rollen der Marguerite und des Armand strahlten als verliebtes Paar sehr überzeugend – kein Wunder, Lucia Lacarra und Marlon Dino sind seit einigen Jahren miteinander verheiratet. Hochemotional und gleichzeitig wunderbar sicher meisterten die beiden Ersten Solisten den anspruchsvollen, sogenannten weißen Pas de deux mit großer Leichtigkeit, vor der Kulisse heller Korbstühle unbeschwertes Landleben suggerierend, das den Liebenden bekanntermaßen nur kurze Zeit vergönnt ist.

„Wow, danach muss man sich erst einmal erholen…“ begann Hortensia Völckers im Anschluss einmal durchatmend ihre Laudatio auf den Preisträger Ivan Liška, um sich selbst die notwendige Brücke vom beredten Tanz zur Rede über den Tänzer zu bauen. Dann schlägt sie einen großen Bogen, der die wichtigen Stationen im Leben des Ausgezeichneten benennt und greifbar macht: Prag – mit Blick auf den jüdischen Friedhof vom Ballettsaal des Konservatoriums während der Tanzausbildung; Düsseldorf – und die Annäherung an Colleen Scott während der gemeinsamen Proben zu Gerhard Bohners „Die Folterungen der Beatrice Cenci“; München – das zweite Engagement im Westen und der steile Aufstieg zum Solisten; Hamburg – die kongeniale Zusammenarbeit mit John Neumeier im HAMBURG BALLETT; und erneut München – im 14. Jahr nun Ivan Liškas Wirkungsstätte als Ballettdirektor mit einer Außenwirkung, die über internationale Strahlkraft verfügt. „Strahle weiter!“ Ermuntert Hortensia Völckers den geehrten Ivan Liška – und der verspricht in seiner kurzen Dankesreplik „ja, ich werde mich bemühen.“

„Mit 70 Personen war das BAYERISCHE STAATSBALLETT von München nach Essen gereist, sämtliche Werke des Abends wurden von Solisten und Corps de ballet-Mitgliedern bestritten. Gözde Özgür strahlte als „Giselle“ in der modernen Fassung von Mats Ek ebenso wie in dem ungewöhnlichen Pas de deux aus „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“; zu Bachs „Prélude Suite Nr. 1 für Violoncello solo“ bespielt Solist Norbert Graf in seiner Rolle als Cellist kein Streichinstrument, sondern niemand anderen als die Tänzerin Gözde Özgür, die unter seinen Händen und durch die Berührung mit dem imaginären Bogen ihre persönlichen Seiten zum Klingen bringt – eine feierliche Gala mit würdigen Preisträgern.

[Dagmar Ellen Fischer]

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„Werkstatt der Kreativität III“ im Ernst Deutsch Theater

Komposition heißt das Unterrichtsfach in der Ballettschule des HAMBURG BALLETT, darin geht es weniger um Technik, sondern vor allem um eigene Ideen. In diesem „wichtigsten Nebenfach“, wie es John Neumeier in seiner Eigenschaft als Schulleiter nennt, nimmt die Kreativität der zukünftigen Tänzer mit Hilfe der Mitschüler als flexiblem Material Gestalt an: Jede/r muss ein kurzes Stück abliefern, das gehört zur Ausbildung. Und weil diese choreografischen Gehversuche nicht selten richtig gut gelingen, fanden sie nun schon zum dritten Mal den Weg auf die Bühne des größten Privattheaters Deutschlands, vom 27. Februar bis zum 3. März war das Ernst Deutsch Theater fest in Tänzerhand.

Autismus, Missbrauch, Abschied und Magersucht sind ihre Themen, aber eben auch die große Liebe, das Glücksgefühl nach überwundenem Hindernis und der Alltag in einer Großstadt. In jedem Fall sind es selbstgewählte Themen, die die zukünftigen Tänzer der Ballettschule des HAMBURG BALLETT umtreiben und zum Choreografieren animieren. Vom überschaubaren Duett bis zum mit 15 Darstellern besetzten Tanzstück reicht das Spektrum, mal dient die klassische, mal mehr die moderne Tanztechnik als Werkzeug, doch auch Alltagsgesten finden Verwendung, wenn es denn dem Ausdruck hilft. Einleuchtend, dass ein Thema wie Kindesmissbrauch eher nach Mitteln des Tanztheaters verlangt und ein Stück, das dem Publikum auch gesprochenen Text aus dem Off liefert, sich eher durch weniger konkrete Bewegungen mitteilen kann. Vorsichtige, konventionelle Kostproben stehen choreografisch neben mutigen Experimenten.

Nicht immer wird eine Geschichte erzählt, es gibt auch tänzerisch verdichtete Stimmungen, wie beispielsweise in „An Empty Feeling“ von Lilli Dahlberg, das um ein Gefühl des Verloren-Seins kreist. Andere bevorzugen eine abstrakte Herangehensweise, Eliot Worrell beschäftigt sich in seinem „Cognition“ tänzerisch mit dem mentalen Prozess der Erkenntnis. In diesem – aber auch in den meisten anderen Fällen – erleichtern kurze Texte im Programmheft den Zugang, von den Choreografierenden verfasst; so verstehen die Zuschauer beispielsweise, dass es in Ornella Capeces „Modigliani – Ein Leben in Leidenschaft“ zwar auch um die Rivalität zwischen den beiden modernen Malern Picasso und Modigliani, aber im Kern um wahre Liebe geht.

Musikalisch bewegen sich die kreativen Schüler zwischen Beethoven und Edith Piaf, Chopin und Filmmusik (aus dem Oscar-nominierten Wim Wenders Porträt „Pina“), nur René Aubry wird gleich mehrfach zum Tanz gebeten. Eines eint die angehenden Tänzer: Sie haben offensichtlich den Mut, sehr persönliche Themen in den Mittelpunkt ihrer Auseinandersetzung zu stellen und sich damit aus dem Schutzraum der Ballettschule vor ein Publikum zu wagen. Das dankte mit lautstarker Anerkennung.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann besucht John Neumeier

John Neumeier hat am 24. Februar Geburtstag. Ein Gast, der an diesem Tag aus Berlin ins „Ballettzentrum – John Neumeier“ kam, hatte mit Feiern indes wenig im Sinn: Kulturstaatsminister Bernd Neumann wollte sich vor Ort davon überzeugen, dass sein Geld gut investiert ist. Sein Ministerium stellte im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Euro für das Bundesjugendballett zur Verfügung. „Nicht ganz billig (…), somit sind wir hier mit 87 Prozent beteiligt“, so Bernd Neumann mit Blick auf das gesamte Budget, zu dem die Kulturbehörde der Stadt Hamburg zunächst einmalige 50.000 Euro beisteuerte. Für die Praxis bedeutet das: 2,8 Millionen Euro wurden für die Dauer von vier Jahren bereitgestellt, für die Pilotprojektphase, macht 700.000 Euro pro Jahr, folglich 58.334 Euro im Monat, wovon die Gehälter von 14 Personen bezahlt werden – die gehören nämlich zum festen Team, erläutert der Hausherr dem Besuch. Das sind neben den acht Tänzern der künstlerische Leiter Kevin Haigen, dessen Stellvertreter und Ballettmeister Yohan Stegli, der Manager und Tourplaner Lukas Onken, die Pianistin Patrycja Krawczynska sowie zwei Techniker. Die künstlerischen Leiter choreografieren auch, doch sobald man andere kreative Kräfte haben will, muss man sie einkaufen, erklärt John Neumeier seinem Gast.

Bernd Neumann: „Was kostet ein Paar Spitzenschuhe?“ John Neumeier: „Durchschnittlich 100 Euro.“ BN: „Und wie lange trägt man die?“ JN: „Etwa eine Woche.“ BN: „Also erfordert Ballett auch hohe Sachinvestitionen.“

Zwischen Neumeier und Neumann vermittelte Rüdiger Kruse: In seiner Eigenschaft als ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte er den entscheidenden Impuls gegeben, das Bundesjugendballett als eine in Hamburg ansässige Junior-Compagnie aus Bundesmitteln zu fördern. Das rief kritische Stimmen auf den Plan: Warum Hamburg? Es gibt andere Ballett-Compagnien in Deutschland, die sich durchaus eine Truppe aus begabten Nachwuchstänzern, finanziert aus Berlin, vorstellen könnten. Ausschlaggebend für die Förderung von Seiten des Bundes war nicht zuletzt die Zielsetzung, Ballett in sozialen Einrichtungen zu zeigen. „Das Konzept sieht ja vor, den Tanz zu den Menschen zu bringen“, so Bernd Neumann, „das Bundesjugendballett ist ein Pilotprojekt, das weit über Hamburg hinaus Bedeutung hat und ein gutes Beispiel dafür, wie man es anders und besser machen kann.“ Und zur Situation des Tanzes in Deutschland, wo die Tanzsparte mehr als andere unter Einsparungen leidet: „Vor einigen Jahren hätte ich gesagt, Tanz hat nicht die Förderung, die ihm zukommt. Das hat sich verbessert. Wir sind auf einem guten Weg.“

Drei Ausschnitte aus Werken, die gerade entstehen, schaute sich der Kulturstaatsminister an diesem Nachmittag auf der Probe an, sprach mit den Tänzern und befragte Yohan Stegli, der für das Ensemble Bachs „Chaconne“ choreografiert. Und dann hat er noch eine Frage an John Neumeier. Bernd Neumann: „Wie lange proben sie an einem Stück?“ John Neumeier: „Vier bis fünf Wochen.“ BN: „Aber nicht acht Stunden am Tag, oder?“ JN: „Doch, von 10 bis 18 Uhr, mit einer Pause dazwischen. An sechs Tagen in der Woche, wenn sie nicht gerade unterwegs sind.“ BN: „Danach schläft man gut!“

[Dagmar Ellen Fischer]

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Kurznachrichten

Zehn „Junge Choreografen“ des HAMBURG BALLETT präsentieren am 27. und 28. März wieder eigene Choreografien im Deutschen Schauspielhaus. Ihre Arbeiten tragen Titel wie „Vor dem Gesetz“, „Equilibrio“ oder „In'sex“; die Form reicht vom privaten Solo über intime Pas de deux‘ bis zu größeren Gruppenchoreografien. Das musikalische Spektrum ist breit gefächert: Kompositionen von Beethoven, Mendelssohn oder Albinoni wechseln sich ab mit Hits von Portishead und Cello Rock von Apocalyptica. Die Reihe „Junge Choreografen“ rief John Neumeier 1974 beim HAMBURG BALLETT ins Leben, um Mitgliedern des Ensembles ein Forum zu geben, sich als Choreografen erproben zu können. 2011 fand die Veranstaltung zum ersten Mal auf der Bühne des Deutschen Schauspielhauses statt. Nach dem großen Erfolg wird die Kooperation zwischen dem Deutschen Schauspielhaus und dem HAMBURG BALLETT 2012 fortgesetzt. Wieder dabei sind Edvin Revazov, Braulio Álvarez, Aleix Martinez, Lennart Radtke und Miljana Vračarić. Neu ist Sasha Riva, der zuletzt für das BUNDESJUGENDBALLETT kreiert hat, aber auch Florian Pohl, Marcellino Libao, Alban Pinet und Constant Vigier geben ihr Choreografie-Debüt. Die jungen Künstler zeichnen verantwortlich für den kompletten Ablauf der Vorstellungen, neben der Choreografie auch für Musikauswahl, Lichtdesign, Bühnengestaltung, Projektionen und Requisiten.

Auch das BUNDESJUGENDBALLETT tritt erneut in Hamburg auf, im Ernst Deutsch Theater steht am 25. Juni „Im Aufschwung II“ auf dem Programm.

Das STAATSBALLETT BERLIN zeigt am 1. Juni 2012 die Uraufführung von „Familiar Stranger“ (Arbeitstitel) von Itzik Galili; das ist jener in den Niederlanden ansässige Choreograf, dessen Beitrag die Ballettfreunde beim vergangenen Besuch in Berlin begeisterte (wir sahen „The Sofa“ mit wechselnder Paarbesetzung). Seine jüngste Arbeit wird in der Komischen Oper Berlin gezeigt. Ein Tagesreiseangebot ist in Vorbereitung.

Das Ballett in Kiel zeigt am 31. März mit „Drei Schwestern“ die nächste Premiere von Yaroslav Ivanenko zu Musik von Franz Schubert. Eine weitere Uraufführung von Yaroslav Ivanenko findet dann am 28. April ebenfalls im Kieler Opernhaus statt, „Der Fall M.M.“ thematisiert die bis heute ungeklärten Umstände beim Tod von Marilyn Monroe.

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Letzte Aktualisierung: 18.05.12, [ddd]