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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom April 2012

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

Ostern ist vorüber, und bevor wir uns am 24. April zur Mitgliederversammlung treffen, hier noch einiges Wichtige. Frau Fischer hat wieder eine Tagesreise nach Berlin organisiert, damit wir „The Open Square“ des israelischen Choreografen Itzik Galili in der Komischen Oper sehen können. Alles Nähere weiter unten in diesem Schreiben.

Unsere Mitglieder sind zur Ballettprobe von „Renku“ von Herrn John Neumeier und der Ballettdirektion eingeladen.

An dieser Stelle bietet sich auch die Gelegenheit, uns bei der Ballettdirektion und den Mitarbeitern der Hamburgischen Staatsoper herzlich zu bedanken für die Möglichkeit, diese Proben besuchen zu können.

Mit lieben Grüßen bin ich wie immer

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Tagesfahrtangebot nach Berlin zur Uraufführung von „The Open Square“

Der Choreograf Itzik Galili ist immer für eine Überraschung gut. Bei unserem letzten Berlin-Besuch haben wir das heimische „The Sofa“ von ihm gesehen, nun geht er nach draußen und gestaltet „The Open Square“. Die Uraufführung seines jüngsten Werks findet am 1. Juni 2012, einem Freitag, mit dem Staatsballett Berlin in der Komischen Oper statt. Zwei Tage später gibt es eine Vorstellung am Nachmittag um 16 Uhr, die geeigneter ist, um sie mit einer Tagesfahrt besuchen und noch zu zivilen Zeiten nach Hamburg zurückkehren zu können. Die Hin- und Rückfahrt ist mit dem gleichen Busunternehmen geplant, das uns auch bei den beiden voran gegangen Fahrten nach Berlin transportierte. Bei der Abfahrtszeit von 10 Uhr am Sonntagvormittag und erfahrungsgemäß drei Stunden Fahrtzeit werden wir gegen 13 Uhr in Berlin sein. Einen Tisch haben wir im nur wenige Minuten von der Komischen Oper entfernten Block House reserviert, Wilhelmstraße 59.

Für das Publikum wird zu „The Open Square“ 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine Einführung im Foyer angeboten, die von Studierenden der Tanzwissenschaft der Freien Universität Berlin erarbeitet und moderiert wird. Wir können also nach dem Mittagessen zu Fuß zurück zur Komischen Oper gehen und diese Einführung nutzen. Ich habe zwanzig Karten in der besten Preiskategorie zu 42 Euro pro Person blockieren lassen. Zusammen mit den anteiligen Kosten für die Busfahrt ergeben sich als grobe Kalkulation insgesamt Kosten von 100 Euro für die Tagesfahrt, eine genaue Abrechnung erfolgt nach der Reise aufgrund der tatsächlichen Teilnehmerzahl. Es ist in diesem Fall nicht möglich, das Angebot zu splitten und nur einen Teil zu nutzen.

Die genaue Dauer des Balletts steht zum jetzigen Zeitpunkt des Probenprozesses noch nicht fest, es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie zwei Stunden deutlich überschreitet. Insofern werden wird ca. um 18 Uhr wieder in den Bus steigen können, der uns an der Komischen Oper abholen und nach Hamburg zurück bringen wird.

Das STAATSBALLETT BERLIN kündigt seine jüngste Uraufführung wie folgt an:

„Itzik Galili ist einer der umtriebigsten Choreographen seiner Generation. Überaus experimentierfreudig sucht er in seinen Projekten nach immer neuen Anknüpfungspunkten mit anderen künstlerischen Disziplinen oder Gedankenwelten. Wesentliches Merkmal seiner Arbeiten ist die stilistische Unbefangenheit, die sich jeder Festlegung entzieht. Mal mag eine schauspielerische Annäherung der puren, abstrakten Körperlichkeit gegenüberstehen, mal reibt sich eine kühle Analyse an einer leidenschaftlichen Erforschung von Energien — auf Spitze oder auch auf Rollschuhen, wenn eine Idee dies erforderlich macht.

Die Schubkraft seiner Choreographien ist in der jüngsten Vergangenheit von einer intensiven Körperlichkeit bestimmt gewesen. Um die erforderliche Disposition seiner Tänzer zu provozieren, steht die direkte Kommunikation im Zentrum des gemeinsamen schöpferischen Tuns – über die vorgegebenen Themen wie auch zu allen denkbaren Paraphrasen oder Paradoxien, die sich auf dem gemeinsamen Weg ergeben.

Für die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin kreiert Itzik Galili erstmals eine abendfüllende Choreographie, nachdem er das Ensemble wie auch das Berliner Publikum mit seiner herrlichen Choreographie ‚The Sofa‘ begeistern konnte und das Gastspiel mit seiner eigenen Compagnie im Mai 2010 so überaus erfolgreich gewesen ist.“

Itzik Galili wurde in Tel Aviv geboren. Im Alter von 24 Jahren begann er seine Tanzausbildung. 1985 trat er der BAT-DOR DANCE COMPANY bei, zwei Jahre später setzte er seine Laufbahn bei der BATSHEVA DANCE COMPANY fort. Robert Cohan ermutigte Galili, seine Karriere in Großbritannien um eine choreographische Ausbildung zu erweitern, was er 1989 tat. Bereits ein Jahr später entstand seine erste Choreographie „Double Time". Ebenfalls 1990 gewann er mit „Old Cartoon" den Preis für Originalität bei der Gvanim Choreographic Competition. Mit dem Umzug nach Amsterdam 1991 rief er seine eigene Compagnie GALILI DANCE ins Leben. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit „The Butterfly Effect". Nach einem Engagement als künstlerischer Leiter bei der neu gegründeten Tanzcompagnie NND/GALILI in Groningen kehrte er im Januar 2009 nach Amsterdam zurück. Dort übernahm er zusammen mit der ungarischen Choreografin Krisztina de Châtel die künstlerische Leitung der DANSGROEP AMSTERDAM.

[Dagmar Ellen Fischer]

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„Junge Choreografen“ im Schauspielhaus am 27. /28. März

Zwölf Minuten atemlose Aufmerksamkeit, dann entlädt sich die Spannung in tosendem Applaus und schrillen Bravorufen: Das achte von insgesamt zehn Stücken der „Jungen Choreografen“ schlug im Schauspielhaus wie eine Bombe ein – „Zozula“ von Edvin Revazov.

In der Hocke wackeln fünf niedliche, scheue Kreaturen auf die Bühne, bahnen sich ihren Weg durch hängende (Urwald)Seile und bilden eine verschworene Gemeinschaft; „Wesen aus einer archaischen Zeit“, so Revazov, bevor der Mensch die Erde übernahm – Vögel vielleicht, denn einer von ihnen muss Federn lassen und liegt apathisch in der Ecke. Berührende Bilder von unglaublicher Intensität erfindet der 28-Jährige, begleitet von einem kunstvoll bearbeiteten Ukrainischen Volkslied seiner Heimat, das ebenso unter die Haut kriecht. Von den Nachwuchstalenten eines herauszuheben, ist in diesem Ausnahme-Fall notwendig: Edvin Revazov gelingt ein seltener magischer Theatermoment – es ist die zweite Choreografie des Ersten Solisten.

Das choreografische Potenzial der Tänzer des HAMBURG BALLETT bekommt in Kooperation mit dem Schauspielhaus zum zweiten Mal eine professionelle Plattform: In ihrer spärlichen Freizeit kreieren Solisten und Ensemble-Mitglieder eigene Werke, zu Beethoven und Björk, Albinoni und Apocalyptica. Themen wie „Vor dem Gesetz“ nach Franz Kafka, die Welt der Glühwürmchen oder die Suche nach der inneren Balance treiben „Junge Choreografen“ 2012 an. Bei einer Matinee gleichen Titels, veranstaltet von der Noverre-Gesellschaft, debütierte übrigens in den 1960er Jahren auch John Neumeier mit einem Erstling in Stuttgart.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Kurznachrichten

„Shadowland“, die Tanzshow zwischen Licht und Schattenbildern der US-Amerikanischen Compagnie PILOBOLUS, wird im September 2012 erneut zwei Wochen lang in Hamburg gastieren. Da das gesamte Gastspiel im Dezember des vergangenen Jahres in Kürze ausverkauft war, kehren die virtuosen Tänzer mit ihrer metaphorischen Geschichte vom Mädchen mit Hundekopf zurück in die Hansestadt.

Sofern Interesse von Seiten der Ballettfreunde besteht, bitte ich um Rückmeldung per Email an info@ballettfreundehamburg.de. Ich würde dann versuchen, Karten für Dienstag, den 4. September zu bekommen und nach der Vorstellung ein Gespräch mit einem Ensemble-Mitglied zu arrangieren.

Das Thalia Theater bietet in diesem Jahr während der Sommerpause vom 24. Juli bis 5. August ein Programm an, das als Nachahmer der international sehr erfolgreichen Show „Rock The Ballet“ gesehen werden kann, indes mit dieser Compagnie und dem Gründer Rasta Thomas nicht zu verwechseln ist: „Ballet Revolution“ bietet Ballett zu Popmusik von Ricky Martin, Shakira, Enrique Iglesias und Beyoncé, gespielt von einer Live-Band auf der Bühne. Karten ab 19,45 Euro unter Telefon 01805-2001.

Für Freunde des Musicaltanzes bietet die Show „Musical Rocks“ am 27. und 28. April jeweils um 20 Uhr im CCH einen Querschnitt durch erfolgreiche Produktionen wie „König der Löwen“, „Mamma Mia“, „Tanz der Vampire“ und „Dirty Dancing“. Karten zu 33,80 bis 64,80 Euro unter Telefon 04131 – 69 72-200.

Horst Koegler, der 2010 sein Wissen über „John Neumeier – Bilder eines Lebens“ veröffentlichte, hat eine Biografie über „Heinz Spoerli – Weltbürger des Balletts“ geschrieben, die Ende 2011 erschienen ist. Der dienstälteste Tanzkritiker und -publizist Deutschlands feierte am 22. März seinen 85. Geburtstag; an jenem Tag übergab er seine umfangreiche Bibliothek der Staatlichen Ballettschule Berlin.

Am 25. Juni 2012 gastiert das Bundesjugendballett wieder im Ernst Deutsch Theater mit dem Programm „Im Aufschwung II“. Karten zu 24 bis 34 Euro unter Telefon 040 – 22 70 14 20.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Letzte Aktualisierung: 19.07.12, [ddd]