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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom März 2014

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Liebe Ballettfreunde,

der Frühling meldet sich mit aller Macht, und so kommen auch wir wieder zu Ihnen mit diesem Rundschreiben. Zunächst möchte ich mich im Namen des Vorstands sehr herzlich bedanken für die großzügigen Spenden zugunsten des Erika-Milee-Stipendiums. Damit können wir wieder Ballettschülern und Ballettschülerinnen helfen, um die großartige Ausbildung in Hamburg zu beginnen oder fortzusetzen. Die Namen der jeweiligen Stipendiaten wird uns wie immer John Neumeier nennen.

Mit Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass es mir gelungen ist, Lloyd Riggins für ein Künstlergespräch zu gewinnen, worin er uns über seine Arbeit und insbesondere seine Tätigkeit an der Seite von John Neumeier berichten wird. Am 9. April 2014 nur für Vereinsmitglieder.

Sicherlich werden Sie von dem Brandunglück während der USA-Tournee des HAMBURG BALLETT in Chicago gelesen haben. Wir freuen uns von Herzen, dass alle gesund zurückgekommen sind.

Noch einmal möchte ich Sie daran erinnern, dass wir am 10. April unsere Mitgliederversammlung haben.

Mit herzlichen Grüßen und bis bald,

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Bericht von der Tagesfahrt nach Schwerin

Am 16. Januar 2014 fuhr unsere Gruppe von 27 Teilnehmern mit dem Bus nach Schwerin. Der erste Anlaufpunkt war das Staatliche Kunstmuseum, wo wir eine Führung durch die Sonderausstellung der neuen Gemäldesammlung „Kosmos der Niederländer“ gebucht hatten, eine Schenkung von 155 Gemälden des Berliner Sammlers Christoph Müller. Die Frau des Direktors, Frau Blübaum, vermittelte uns neben der Erklärung der gehängten Bilder auch sehr viel Hintergrundwissen zu dieser Ausstellung. Schön war auch, dass wir Herrn Müller trafen, auch wenn wir ihn nicht gesprochen haben, da er persönlich eine andere Gruppen-Führung hatte.

Im Anschluss war Zeit zu einem Restaurant-Besuch in den Alt Schweriner Schankstuben, wo Frau Frymark für uns Plätze vorbereitet hatte sowie auch eine kleine Speisekarte, sodass wir ohne Zeitdruck in einem gemütlichen Gastraum zusammen sitzen und eine Kleinigkeit essen und trinken konnten.

Pünktlich waren wir dann im Staatstheater Schwerin zur Ballett-Aufführung „Schlafes Bruder“. Frau Fischer hatte für uns rechtzeitig Karten im Voraus bestellt, sodass wir gute Plätze hatten.

[Renate Dreher]

Am 22.09.13 war Frau Fischer zur Premiere in Schwerin, sie schreibt dazu in ihrer Kritik für DIE DEUTSCHE BÜHNE:

Wer liebt, schläft nicht - „Schlafes Bruder“, Choreografie: Ralf Rossa, Musik: Goran Begovic und Aaron Jay Kernis

Die Welt ist eng, und Bretter gibt es nicht nur vor den Köpfen – das Bühnenbild von „Schlafes Bruder“ suggeriert sofort die Stimmung des Balletts: Vernagelt und begrenzt leben die Dorfbewohner inmitten grober Holzlatten, die zwar Schutz geben, doch zeitgleich Feinstoffliches verhindern. Im Vorarlberg geht‘s hinterwäldlerisch zu.

In solch‘ eine Umgebung hinein gebären sieben Frauen in der ersten Szene ihre Kinder – der Fortbestand des Dorfes ist gesichert. Nicht jedoch das Leben eines Einzelnen. Um den aber geht es in „Schlafes Bruder“: Elias kommt Ende des 18. Jahrhunderts mit einer außergewöhnlichen musikalischen Begabung in einem österreichischen Dorf zur Welt, als Sonderling hat er indes denkbar schlechte Voraussetzungen.

Das verkümmernde künstlerische Talent des Protagonisten interessiert den Choreografen Ralf Rossa weniger, stattdessen stellt er die sozialen Beziehungen in den Vordergrund: Elias‘ Liebe zu seiner Cousine Elsbeth; das gleichgeschlechtliche Begehren ihres Bruders Peter, der Elsbeth mit einem Bauern verkuppelt, um Elias für sich zu haben; und das gestörte Verhältnis des Dorfes zum Außenseiter. Elias, die zentrale Gestalt, präsentiert sich zu Ballett-Beginn als naiver Wonneproppen, sodass er sich vielfältige Möglichkeiten zu differenzierter Entwicklung offen hält. Die Figur des in ihn verliebten Cousins Peter ist atemberaubend und animalisch: Androgyn sein Auftritt, umgarnt er das Objekt seiner Begierde raffiniert und fantasievoll, gleichzeitig ständig zweifelnd ob der moralischen Werteskala der erzkatholischen Dorfgemeinde; die Pas de deux‘ zwischen Elias und Peter bilden großartige Höhepunkte im zweistündigen Abend. Wirklich berührend auch Elsbeth, die Elias‘ Gefühle zwar erwidert, sich aber dennoch dem Willen ihres Bruders beugt. Dazwischen gelingt es Choreografie und Schweriner Ensemble, die von Kirchen-Heiligen observierte Dorfgemeinschaft als durchaus brüchige unheilige Notallianz zu skizzieren. Perfekt gewählt dazu wurde Musik von Goran Bregovic und Aaron Jay Kernis, die nuanciert und sinnlich betörend jede Stimmungsschwankung begleitet.

„Wer liebt, schläft nicht“ taucht in Schreibschrift auf der hölzernen Bühnenrückwand auf. Elias liebt und verordnet sich folgerichtig den Tod durch Schlafentzug – Hypnos, griechischer Gott des Schlafes, hat nur einen Bruder: den Gott des Todes, Thanatos.

[Dagmar Ellen Fischer]

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„Onegin“ beim HAMBURG BALLETT

Er ist ein arroganter Lebemann, dieser Eugen Onegin. Dennoch verliebt sich die verträumte Tatjana in ihn. Als er begreift, dass er mit ihr die einzig wahre Liebe seines Lebens verschmähte, ist es zu spät: Tatjana hat inzwischen geheiratet, wird durch die erneute Begegnung mit Onegin zwar noch einmal in Versuchung geführt, doch widersteht sie dem leidenschaftlichen Werben jenes Mannes, den sie offenbar auch immer noch liebt.

Das dreiaktige Werk ist das am häufigsten aufgeführte Handlungsballett des 20. Jahrhunderts, John Cranko kreierte es 1965 mit dem Stuttgarter Ballett. Die Rolle der Tatjana schuf er seinerzeit für Marcia Haydée, die Titelrolle verkörperte Ray Barra; Tatjanas Schwester Olga wurde in der Uraufführung von Ana Cardus getanzt, die Rolle ihres Verehrers Lenski kreierte er für Egon Madsen. Wie Cranko den 1833 erschienenen Versroman des russischen Dichters Alexander Puschkin in Tanz überträgt, ist schlichtweg ein Geniestreich. So gelingt es ihm beispielsweise, die ungleiche Beziehung der beiden Hauptfiguren in der ersten Begegnung des ersten Pas de deux präzise zu skizzieren: Onegin kreist nur um sich selbst und lässt in seinen Gedankensprüngen Tatjana immer wieder hinter sich zurück.

Das HAMBURG BALLETT bot dem Publikum drei unterschiedliche Besetzungen an; ich erlebte einen sich wunderbar wandelnden Carsten Jung, vom überheblichen Onegin zum verzweifelt liebenden und gereiften Mann. Ihm zur Seite Alina Cojocaru als Gast, die sich vom unsicheren Mädchen zur selbstbewussten Frau entwickelt. Thiago Bordin stattet Lenski mit einem leicht entzündlichen Temperament aus, das ihn schließlich das Leben kostet: Im Duell mit Onegin stirbt er.

Das Besondere des Balletts ist die Musikauswahl von Kurt-Heinz Stolze: Der gebürtige Hamburger wählte Kompositionen von Peter Tschaikowsky, indes keinen einzigen Ton aus der gleichnamigen Oper, sondern vor allem Klavierwerke, die Stolze für das Ballett orchestrierte. Der bedeutende musikalische Mitarbeiter John Crankos nahm sich 1970 im Alter von 44 Jahren in München das Leben.

John Crankos Meisterwerk mit dem HAMBURG BALLETT sehen zu können, war die ideale Vorbereitung auf die nächste Kreation von John Neumeier: Seine „Tatjana“ wird sich der weiblichen Hauptfigur aus Puschkins Roman widmen; die Uraufführung findet am 29. Juni zur Eröffnung der diesjährigen Hamburger Ballett-Tage statt.

[Dagmar Ellen Fischer]

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„Werkstatt der Kreativität V“ im Ernst-Deutsch-Theater

Die römische Zahl „fünf“ im Titel belegt, dass „Die Werkstatt der Kreativität“ von einer guten Idee zu einer festen Größe in Hamburgs Kulturleben geworden ist. Das kleine Festival in Zahlen: Vom 24. Februar bis zum 1. März zeigten 24 Schüler zwischen 16 und 19 Jahren in sechs Vorstellungen 25 Choreografien mit insgesamt 50 Tänzern in zwei unterschiedlichen Programmen. Die getanzten Abschlussarbeiten sind so unterschiedlich wie die kurzen Texte, die von den kreativen Absolventen für das Programm formuliert wurden.

Eine Gewehrsalve knattert, dann fallen zwanzig Tänzer wie tot um – mit einem Knaller endete das erste Programm der fünften „Werkstatt der Kreativität“ nach neunzig Minuten im Ernst-Deutsch-Theater. Die eigenen Stücke entstanden während der Ausbildung an der Ballettschule des HAMBURG BALLETT im Fach Komposition. Die US-amerikanische Pädagogin Stacy Denham macht offensichtlich einen sehr guten Job.

Nicht alle Schüler treibt Verzweiflung um, wie sie beispielhaft ihren Ausdruck findet in „Jumping into the Sadness Area“ von Valentin Thuet als oben genanntem Finale des Abends. Zinnia Nomura lässt eine innere Stimme in „Swansong“ beeindruckend tänzerische Gestalt annehmen, während Hitomi Kawafuchi unschuldige „Liebesträume“ eines Jungen zur gleichnamigen Musik von Franz Liszt fantasiert. „Die Menschen“ kommen bei Adrian Ungemach schlecht weg: Sein Stück setzt Ausgrenzung in Tanz um, vier Paare sind sich einig und mobben einen Außenseiter. Zum Publikumsliebling des Abends wurde indes „Ethnic Man“ von Albert Nikolli: Zu Musik von „Les Tambours du Bronx“ explodiert die nur mit Mühe gebändigte Energie von neun jungen Männern in einem furiosen Ritual.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Bericht von der Verleihung der Deutschen Tanzpreise 2014 in Essen

Nordrhein-Westfalen wird nicht für seine gute Luft geliebt. Aber in der Tanzszene des (Bundes)Landes kam am 8. März frischer Wind auf. Wenn 30 Jahre einer Menschen-Generation entsprechen, hat im 31. Jahr der Deutschen Tanzpreisverleihung nun ein folgerichtiger Generationenwechsel stattgefunden. Und das machte sich auch in der Luft, in der Atmosphäre bemerkbar.

Die Verleihung 2014 im Essener Aalto Theater wurde zur Wende. Ein neuer Vorstand des für Organisation und Durchführung verantwortlichen „Förderverein Tanzkunst Deutschland“ war so klug, die Aufgaben auf mehreren Schultern zu verteilen. Dessen Kopf Jaš Otrin sprach kurz und prägnant und stellte die Preisträger in den Mittelpunkt des gut vierstündigen Abends. Geehrt wurde der Akademiker Bertram Müller für sein Lebenswerk, den Aufbau und die Leitung des „tanzhaus nrw“ in Düsseldorf; der hochbegabte Demis Volpi erhielt den Deutschen Tanzpreis ZUKUNFT für seine Choreografie „Krabat“; und die Wissenschaftlerin Nina Hümpel wurde für die Gründung des Online-Portals „tanznetz.de“ mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Die sensationelle Eröffnung der Gala übernahmen die Gastgeber: Das AALTO BALLETT zeigte „Deca Dance“ von Ohad Naharin, dem Pop-Star unter Israels Choreografen. Das BALLETT KREFELD/MÖNCHENGLADBACH präsentierte mit „Carmen“ zwar keine gebürtige Tochter der Stadt, dennoch kreiste der von Robert North kreierte Pas de deux um Verführung. Unter „Ruß“ versteckte sich Bridget Breiners Aschenputtel, präsentiert vom BALLETT IM REVIER Gelsenkirchen, während das BALLETT HAGEN „Voices“ von Ricardo Fernando hören und sehen ließ. Höhepunkte des Abends bildeten William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude“, getanzt vom BALLETT DORTMUND, und ein aufregender Pas de deux von Martin Schläpfer mit dem Titel „Quartz“, der von zwei Solisten seines „BALLETT AM RHEIN DÜSSELDORF/DUISBURG interpretiert wurde.

Der choreografische Shooting-Star Demis Volpi wird 2014 für seine brillante tänzerische Umsetzung von „Krabat“ nach dem Beststeller von Autor Otfried Preußler geehrt. Nichts konnte diese Ehrung besser illustrieren als Ausschnitte aus diesem 2013 uraufgeführten Werk, getanzt von David Moore in der Titelrolle und dem Ersten Solisten Marijn Rademaker vom STUTTGARTER BALLETT; dort startete der Argentinier Volpi sowohl seine Tänzer- als auch die Choreografen-Karriere.

Nina Hümpels Pionierleistung, die Gründung von „www.tanznetz.de“, lange bevor das Internet zur Grundausstattung eines Haushalts gehörte, wurde begleitet durch den Auftritt des BAYERISCHEN STAATSBALLETT II, der Junior-Compagnie aus München. Die Internet-Plattform berichtet seit 18 Jahren in erster Reihe über Neuheiten und innovative Werke, wie Richard Siegals „New 45“, das in Essen von vier Tänzern der Münchener Junioren präsentiert wurde.

Das vielfältige stilistische Spektrum des Gala-Abends wurde abgerundet durch ein atemberaubendes Hip-Hop-Trio, das als „Urban Species“ in der Choreografie von Takao Baba das Publikum begeisterte; von der preisgekrönten Toula Limnaios, die mit „reading tosca“ ihre zeitgenössische Sicht auf Giacomo Puccinis Frauenfigur vermittelt; und vom internationalen Star Israel Galván, der in einem Flamenco-Solo brillierte. Schließlich war auch die choreografische Handschrift des Essener Hausherrn Ben Van Cauwenbergh zu sehen, in einem getanzten Chanson: „Non, je ne regrette rien“, gesungen von Edith Piaf und interpretiert von Adeline Pastor.

Am anschließenden Gala-Dinner im Hotel Möwenpick nahmen die Beteiligten sowie Gäste aus aller Welt teil. Auch Marjetta Schmitz-Esser und privat angereiste Hamburger Ballettfreunde trafen sich zum Feiern ab 22:30 Uhr und ließen das Tanzfest erst weit nach Mitternacht ausklingen.

Die Verleihung der Deutschen Tanzpreise ist im 21. Jahrhundert angekommen, Dank eines neuen Teams, das glücklicherweise viel Wind macht um den Tanz, damit er hierzulande klar und deutlich wahrgenommen werden kann.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Kurznachrichten

Romeo and Juliet“ kehren für wenige Vorstellungen nach Hamburg zurück. Die US-amerikanische Choreografin Adrienne Canterna und Rasta Thomas gestalteten 2013 ihr erstes Handlungsballett, mit den Mitteln und im Stil des von ihnen begründeten Genres eines Rock-Balletts („Rock the Ballet“ wurde in Hamburg uraufgeführt und tourte weltweit erfolgreich). Den Shakespeare-Stoff erzählen sie auf die für sie typische Art: Mit Tänzern von hohem technischem Niveau und vor Videoprojektionen, mit klassischem und modernem Tanz, aber auch mit Hip-Hop-Elementen und Akrobatik. Passend dazu kommt auch die Musik aus unterschiedlichen Epochen, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ sind ebenso zu hören wie Lady Gaga, Katy Perry, Elvis Presley und The Kinks. Lichtdesigner Patrick Woodroffe, der schon Michael Jackson-Shows ausleuchtete, erschafft dazu Räume und Landschaften aus Licht.

18. bis 23.3.2014, 20 Uhr, Sa auch 15:30 Uhr, So 19 Uhr, Kampnagel, Jarrestr. 20,

Karten 32,90-59,90 Euro, Tel. 47 11 06 33

Am Samstagnachmittag, dem 12. April 2014, öffnet das Ballettzentrum seine Türen für Interessierte und Freunde. Von 14 bis 18 Uhr lassen sich die Compagnie des HAMBURG BALLETT, die Ballettschule und das BUNDESJUGENDBALLETT in offenen Proben über die Schulter schauen. Ballettzentrum – John Neumeier, Caspar-Voght-Str. 54.

Eine einmalige Vorstellung ist am Mittwoch, dem 2. Mai um 19:30 Uhr in der Staatsoper zu sehen: Das Bundesjugendballett und das Bundesjugendorchester treten gemeinsam auf. Die Oper informiert dazu wie folgt: „Unter dem Aspekt »Laster und Erlösung« orientieren sie sich thematisch am Osterfest. Musik und Tanz stehen im Spannungsfeld von menschlicher Selbstüberschätzung, heidnischer Lust, archaischen Lastern und österlicher Erlösung des Menschen. Mit Joseph Haydns »Halleluja«-Sinfonie stellt das Bundesjugendballett die Premiere einer Tanzschöpfung ihres Intendanten John Neumeier vor. Darüber hinaus zeigt das Ensemble neue Choreografien von Wubkje Kuindersma, Sasha Riva und Marc Jubete. Das Bundesjugendorchester führt mit Werken von Joseph Haydn, Paul Dukas, Bernd Alois Zimmermann und James MacMillan vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.“ Karten zu 5 bis 98 Euro unter Tel. 35 68 68.

In diesem Jahr übernehmen „Les Ballets Trockadero de Monte Carlo“ die Bespielung der Oper in der Sommerpause. Die New Yorker Ballettcompagnie wurde durch ihre parodistischen Interpretationen berühmter klassischer Ballette auf hohem tänzerischem Niveau berühmt. Die Truppe besteht ausschließlich aus Männern, die sogar Spitzentanz in Schuhen der Größe 47 zeigen. Vom 26. bis 31. August in der Hamburgischen Staatsoper, Karten ab 19 Euro.

Vom 9. bis 12. April, 20 Uhr, ist auf Kampnagel „Swan Lake“ von der südafrikanischen Choreografin Dada Masilo zu sehen, „eine Dekonstruktion des wohl »weißesten« Kulturguts überhaupt“, wie die Ankündigung verspricht. Kampnagel, Jarrestr. 20, Tel. 27 09 49 49.

Am 13. März dieses Jahres startete „Mittsommernachtstango“ in den Kinos; die deutsche Regisseurin Viviane Blumenschein geht auf poetische und unterhaltsame Weise der Frage nach, wo der Tango entstand – in Finnland oder Argentinien? Ein berührender Dokumentarfilm mit Musik, Tanz und charmanten Protagonisten der so unterschiedlichen Tangoszenen beider Länder. In Hamburg nur im Abaton Kino.

Am 7. April um 19 Uhr zeigt Nele Lipp im Metropolis Kino drei Filme von Meryl Tankard, Jahrgang 1955. Tankard tanzte von 1978 bis 1989 führende Rollen im Tanztheater Wuppertal bei Pina Bausch. 1989 bis 1998 leitete sie als Choreografin zuerst die Meryl Tankard Company, Canberra, dann das Australian Dance Theatre, Adelaide. Danach arbeitete sie freischaffend und beschäftigte sich in steigendem Maße mit dem Metier Film.

Auf dem Programm steht „Sydney an der Wupper" von 1982/83, ein Film, der eine Reihe der Ideen vorwegnahm, die in Wim Wenders Film „Pina" wieder auftauchen. Außerdem wird „Moths" und „MAD" gezeigt. Diese Filme realisierte sie nach ihrer Ausbildung als Filmregisseurin, die sie 2010 beendete. Die Filme werden von Nele Lipp eingeführt und kommentiert.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Letzte Aktualisierung: 10.05.14, [ddd]