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Gekürzte Fassung des Rundschreibens vom Mai 2017

Themenübersicht


Liebe Ballettfreunde,

nach der sehr harmonisch verlaufenden Mitgliederversammlung melden wir uns hiermit wieder. Das Protokoll wird dem Juli-Rundschreiben beigelegt.

Wir sind fleißig dabei, für das neue Jahr zu planen. Zunächst die hoffentlich für Sie sehr erfreuliche Mitteilung, dass unsere Mittwochabende ab 13. September 2017 nicht mehr beim CVJM stattfinden, sondern in den sehr schönen Räumen des Baseler Hofs an der Esplanade 11. Ich denke, dass viele von Ihnen nun die Gelegenheit nutzen werden, die Vorträge von Frau Fischer zu besuchen, da das Hotel ganz in der Nähe der Oper und der wichtigen Verkehrshaltestellen liegt. Die neuen Termine unserer Treffen erfahren Sie in unserem Juli-Rundschreiben.

Noch immer stehen wir unter den vielfältigen Eindrücken der wunderschönen Reise nach Ljubljana. Alle, die daran teilgenommen haben, waren begeistert, nicht nur von der Ballett-Aufführung, sondern auch von der besonderen Atmosphäre dieser doch sehr europäischen Stadt. Sie ist voller Leben und vermittelt Lebensfreude pur. Das lebhafte Treiben am Abend in den vielen kleinen Restaurants, die übrigens alle vorzüglich sind, hinterließ bleibende Eindrücke. Auch die Ausflüge ins Umland, d. h. zum Kurort Bled, gelegen an einem See in bezaubernder Landschaft, und zur Adelsberger Grotte (Karst-Tropfsteinhöhle) sowie ein Besuch im Gestüt Lipizza hinterließen bei unseren Teilnehmern tiefe Eindrücke. Wie immer hat Frau Jessenberger die Reise vorzüglich organisiert. Unser Mitglied Dagmar Utz wird in diesem Rundschreiben einen Reisebericht aus ihrer Sicht beifügen.

Für 2018 planen wir eine Reise vom 19. April bis 23./24. April 2018 zum Ballet du Rhin nach Straßburg. Sobald wir Antwort des Kartenbüros sowie der Hotels haben, werden Sie rechtzeitig per Rundschreiben informiert.

Die Tagesfahrt nach Oldenburg am 14. Mai 2017 zum Ballett „Orfeus“ ließ uns alle wehmütig Abschied nehmen von den beliebten Tänzern Jirí und Otto Bubenícek, die wir doch in Hamburg so oft in vielen Balletten bewundert haben. Es waren 60 Besucher aus Hamburg, ein Zeichen dafür, wie viel Interesse an der neuen Kreation der beiden Bubeníceks vorhanden war. Wir hörten ganz neue Musiktöne und einen berühmten tschechischen Schauspieler, Csongo Kassai, dessen Text mit deutsch übertitelt war. Er führte uns durch die Handlung. Die Inszenierung lässt sich von der Orfeus-Sage inspirieren und interpretiert sie frei. Die Hauptfrage ist, ob wir uns im Leben nach der Vergangenheit umsehen wollen oder neue Wege gehen sollten. Das Festhalten am Alten hindert uns, Neues zu erleben und andere Beziehungen einzugehen. Der Abstieg in die Unterwelt bedeutet im Sinn der Bubeníceks das Eindringen in unser inneres Seelenleben. Aufmerksam und gespannt verfolgten unsere Mitglieder die Vorstellung. Es gab großen Applaus für die Künstler; besonders auch für die Darstellerin der Eurydike, Anna Herrmann, die vor langer Zeit auch in Hamburg tanzte.

Bis zum Wiedersehen während der Hamburger Ballett-Tage verbleibe ich

mit herzlichen Grüßen

Ihre Marjetta Schmitz-Esser

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Reisebericht Ljubljana

Wenn einer eine Reise tut...

In Slowenien gibt es hohe Berge, Flüsse, viel Wald, Küstenlandschaft, sanfte Hügel, Sonne für Weinanbau, Höhlen, Seen, alte Kulturen und Traditionen und viel Natur, die jeder Seele gut tut.

In diesem Jahr hatte ich zusammen mit 19 weiteren Ballettfreunden das Glück, an der Ballettreise nach Ljubljana teilzunehmen. Wie immer, wird die Bekanntgabe des Ziels der neuen Ballettreise mit Spannung erwartet, und ich zögerte keinen Augenblick, uns sofort anzumelden. War ich doch jedes Mal von den Vorschlägen Frau Schmitz-Essers auf das Angenehmste überrascht worden. Aha, dieses Jahr war ihre Wahl also auf Ljubljana gefallen, wie immer unter der perfekten organisatorischen Leitung von Frau Jessenberger, die, das ist bekannt, es bei dieser Reise nicht ganz leicht hatte mit der Anmeldefreudigkeit. Aber schließlich trafen sich alle Reiselustigen auf dem Hamburger Flughafen, der an diesem Morgen ganz besonders einem „Wimmelbild“ glich. Als erstes wurden wir von Frau Dreher begrüßt; muss ich betonen, dass sie wie ein Fels in der Brandung in diesem Ameisenhaufen stand, auf alle Fragen beruhigend Antwort gab und den Suchenden den Weg zum Check-In geben konnte? Und los ging´s im Flieger nach Venedig!

Bei strahlendem Sonnenschein fanden wir unseren Bus, der uns sicher bis zum Hotel mitten in Ljubljana brachte. Hier begrüßten uns Frau Schmitz-Esser und Frau Jessenberger auf das Herzlichste, und alle bezogen schnell ihre gut ausgestatteten, gemütlichen Zimmer. Trotzdem wollte jeder sofort hinaus ins Freie, um in der Altstadt, z. B. auf dem Preseren-Platz, benannt nach dem großen Dichter des Landes, bei einem Kaffee mit köstlichem Backwerk das bunte Treiben zu genießen. Dort überqueren die berühmten drei Brücken den Fluss Ljubljaniza, an dessen Ufern sich zahlreiche Cafés und Restaurants aneinanderreihen. Der Altstadtbereich gehört komplett den Fußgängern, sollte doch jemand eines Transports bedürfen, stehen kostenlos Elektroautos inklusive eines „Kavalirs“, also Chauffeurs, zur Verfügung. Am Abend trafen wir uns alle im Hotel-Restaurant, wo wir bei gutem Essen à la carte (immerhin 20 Personen!) unsere ersten Eindrücke von „Land und Leuten“ austauschten. Wir freuten uns alle auf den Sonntag:

Los ging es mit Aleix, unserem versierten Reiseführer, der uns gleich zu Beginn die Info gab, dass Ljubljana zu Deutsch „die Geliebte“ bedeutet, was auf allgemeine Zustimmung stieß, bahnte sich doch gerade eine kleine Liebesgeschichte zwischen uns und der einladenden Stadt an!? Weiter ist anzumerken, dass die Stadt fast 300.000 Einwohner hat, Universität und technische Hochschulen sorgen für einen hohen Anteil Jugendlicher. Es gibt hier reiches kulturelles Leben dank vieler Theater, wir sahen Bauten von Barock über Renaissance bis Jugendstil, Eleganz auf den Straßen, italienisches Flair. Eine individuell unternommene Bootsfahrt auf der Ljubljaniza trug weiterhin dazu bei, die malerische Stadtkulisse auf sich wirken zu lassen.

Erwartungsvoll machten wir uns abends auf den zehnminütigen Fußweg zum kleinen, aber feinen Opernhaus. Wir hatten ausschließlich Plätze in den ersten beiden Parkettreihen, der Vorhang öffnete sich – der Spannungsbogen hielt von der ersten bis zur letzten Sekunde an. Ich möchte nicht in Konkurrenz treten zu schreibenden Ballettkritikern, das maße ich mir nicht an! Aber ich sehe, wenn eine Companie „sehr gut“ oder nur „gut“ tanzt. Dieser Abend war für mich eine Sternstunde des Balletts, es fühlte sich an, als ob 24 Erste Solisten auf der Bühne tanzten. Bewegt und tief beeindruckt verließen wir das Theater.

Der Montag hielt eine weitere Sehenswürdigkeit des Landes bereit. Wir fuhren zum Triglav- Nationalpark, wo sich unter anderem die einzige Insel des Landes im smaragdgrünen See von Bled befindet. In den überdachten Holzbooten für maximal 20 Personen zur Insel gerudert zu werden, ist schon ungewöhnlich, romantisch. Auch die Marienkirche, zu der erst mal 99 Stufen bezwungen werden müssen, hält eine Besonderheit bereit: Wer die frei stehende Glocke läutet, darf sich über die Erfüllung eines Wunsches freuen. Zurück auf dem „Festland“ machten wir einen wunderschönen Spaziergang am See entlang zum Örtchen Bled. Hier stärkten wir uns auf Empfehlung des Reiseführers mit der Original-Bleder-Cremeschnitte, bestehend aus Blätterteig, Vanillecreme, Sahne – eine Köstlichkeit aus praktisch keinen Kalorien.

Die konnte man sich aktiv kurz danach wieder abtrainieren, denn wir bestiegen die Bleder Burg, einen ehemaligen Bischofssitz, und wurden mit einem spektakulären Blick auf See, Insel und Julische Alpen belohnt. Zurück in Ljubljana ließ jeder den Abend individuell ausklingen, bummelte durch die Gassen der Altstadt und fand in einem der zahlreichen Restaurants garantiert sein Leibgericht.

Am Dienstag besuchten wir die größten Grotten Europas in Postojna. Wir fuhren im elektrischen Höhlenzug mit rasanter Geschwindigkeit in den Berg, um dann zu Fuß dessen atemberaubende Schönheit zu bestaunen. Wir sahen u.a. den größten Tropfstein mit einer Höhe von 16 Metern, den „Diamant“ – das Wahrzeichen von Postojna, außerdem die Hochzeitstorte, den Konzert- und den Spagettisaal sowie den Weihnachtsmann – mitten im April. Nach der ca. fünf Kilometer langen Wanderung durch diese in Jahrtausenden durch die Natur entstandene Wunderwelt blieb bei vielen ein Gefühl von Ehrfurcht und Demut zurück.

Der Bus brachte uns nun noch zur letzten Attraktion unseres Ausflugsprogramms: Lipica. Schönheit, Kraft, Ausdauer und Eleganz der hier seit fast 500 Jahren gezüchteten Lipizzaner sind nicht nur unter Pferdekennern legendär. Unsere fachfrauliche Führung im schönsten slowenisch gefärbten Deutsch „Nun, meine liiiebe Gäääste…“ brachte uns viel Wissenswertes über Aufzucht und Pflege der edlen Tiere bei, führte uns zu den Stallungen der Stuten und Hengste und gab uns einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des Gestüts und das wechselvolle Schicksal der Pferde, die vor Kriegen immer wieder in Sicherheit gebracht werden mussten.

Zurück in Ljubljana hatten wir noch Zeit, um vor dem gemeinsamen Abendessen in einer der ältesten Gaststätten der Stadt, dem Wirtshaus MOST, einen Abstecher auf die Burg Ljubljana zu machen. Man erreicht sie bequem über eine Standseilbahn und wird mit einem herrlichen Panoramablick belohnt.

Der Abschied von Ljubljana und unserer netten, sehr harmonischen Reisegruppe fiel uns allen schwer, jedoch wir wissen ja: NACH der Reise ist VOR der Reise …! Und so dürfen wir gespannt sein, wohin uns Frau Schmitz-Esser als Nächstes entführen wird – sie hat dieses gewisse Feeling, Orte mit speziellen Highlights aufzuspüren und diese dann mit Frau Jessenberger so zusammenzustellen, dass man nur noch sagen kann: DANKE für dieses tolle Ziel, wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

UND – last but not least – winkt ja auch wieder eine neue Foto-CD, liebevoll und mit dem längsten Geduldsfaden der Welt von Frau Dreher aus bis zu 1.000 abgegebenen Fotos zusammengestellt. Damit wird jede Reise unvergesslich!

[Dagmar Evelin Utz]

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Einführung Festival „Theater der Welt“

Heute möchte ich Ihnen ein Angebot exklusiv für die Ballettfreunde Hamburg unterbreiten, auf Anregung von Daniela Rothensee – ehemalige Pressesprecherin beim Hamburg Ballett und Bundesjugendballett, nun Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Thalia Theater, einem der diesjährigen Gastgeber des Festivals Theater der Welt. Das Festival findet vom 25. Mai bis 11. Juni statt, und während dieses Zeitraums gibt es die seltene Gelegenheit, fünf Tanzveranstaltungen aus aller Welt an verschiedenen Spielstätten Hamburgs zu sehen. Um Ihnen diese Aufführungen näher zu bringen, bieten wir Ihnen Folgendes an: Eine Einführung in alle fünf Vorstellungen am 2. Juni um 20 Uhr im Kakaospeicher am Baakenhöft, dem Zentrum des Festivals. Wir haben diesen Zeitpunkt gewählt, weil er VOR dem ersten Tanzabend des Festivals liegt, den Sie im Anschluss um 21 Uhr besuchen können. Dieses erste Gastspiel bestreitet die australische Company „Chunky Move“, deren künstlerische Leiterin Anouk van Dijk, gebürtige Niederländerin, steht an diesem Abend für ein kurzes Gespräch zur Verfügung. Sie zeigt ihre spektakuläre erste Choreografie für diese Truppe, „An Act of Now“. Um planen zu können, bitten wir um Rückmeldung, sofern Sie an dieser Einführung am 2.6. um 20 Uhr teilnehmen möchten: defischerhh@gmx.de oder 0170-5312461.

Da es nicht leicht ist, aus dem Programm(heft) zum Theater der Welt die Tanzaufführungen zu filtern, hier eine Übersicht über die fünf Gastspiele:

Karten für alle Veranstaltungen des Festivals „Theater der Welt“ sind erhältlich über: Thalia Theater, Tel. 32 81 44 44, Kampnagel Tel. 27 09 49 49. Das gesamte Programm steht unter www.theaterderwelt.de im Internet, auch über die jeweilige Veranstaltung können Karten gebucht werden.

Zwei Aufführungen haben Tanz als Bestandteil neben anderen Kunstformen: Die Eröffnung „Children of Gods“ ist ein beeindruckendes Spektakel mit annähernd 400 Mitwirkenden, das der Samoanische Künstler Lemi Ponifasio gestaltete (25.-28.5., Kakaospeicher Baakenhöft), sowie „Ishvara“, eine Musik- und Tanztheater-Show aus China (25.-27.5., Kampnagel).

Die neue Spielstätte in der HafenCity, der Kakaospeicher am Baakenhöft, ist mit der U 4 ab Hauptbahnhof Nord gut zu erreichen, Haltestelle „HafenCity Universität“; oder mit dem PKW bis zum ausgewiesenen Parkplatz bzw. in den Straßen der Umgebung. In beiden Fällen muss man die Baakenhafenbrücke überqueren.

[Dagmar Ellen Fischer]

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Kurznachrichten

„Dance is for everybody“ – mit dieser Vision haben Alvin Ailey und seine Tänzer vor über 50 Jahren die Wahrnehmung des amerikanischen Tanzes verändert. Heute ist das Alvin Ailey American Dance Theater die international erfolgreichste Tanzcompany Amerikas. Nun kommt das legendäre Ensemble aus New York wieder nach Deutschland; vom 15. bis 20. August gastiert es nach sechs Jahren Pause während der Sommerpause in der Hamburgischen Staatsoper. Im Zentrum des Programms aus vier unverwechselbaren Choreografien steht Alvin Aileys Meisterwerk „Revelations“. Der Klassiker führt tief in den Süden Amerikas und zelebriert das afroamerikanische Erbe in Bildern von zeitloser Schönheit und Eleganz. Über 30 Tänzer sind in weiteren Stücken zu sehen, das Programm in Einzelnen: „Open Door“, Choreografie: Ronald K. Brown (2015); „Piazzolla Caldera“, Choreografie: Paul Taylor (1997); „Takademe“, Choreografie: Robert Battle (1999); „Revelations“, Choreografie: Alvin Ailey (1960). Paul Taylors und Ronald K. Browns Werke sind erstmals in Hamburg zu erleben.

25 Millionen Zuschauer in 71 Ländern bewunderten die Tanzkunst seit den Anfängen. Der US-Kongress verlieh dem Alvin Ailey American Dance Theater den Titel „Kulturbotschafter Amerikas in der Welt“. Damit würdigte er die Verdienste für die afroamerikanische Kulturgeschichte und das moderne amerikanische Tanzerbe.

Staatsoper, 15.-20.8., 20 Uhr, Sa 19.8. auch 14:30 Uhr, So 20.8. nur 15 Uhr, Karten 23–101 Euro, Tel. 35 68 68

„Aus der Nähe“ konnte man dem Bundesjugendballett im Lichthof Theater zusehen, wie eine neue Choreografie als Gemeinschaftsarbeit des Ensembles zu Igor Strawinskys „Dumbarton Oaks“ entsteht. Da die Vorstellungen erst nach Fertigstellung dieses Rundschreibens stattfanden, werden wir im Juli-Rundschreiben über diesen Abend berichten.

Auf der Pressekonferenz der Hamburgischen Staatsoper am 11. April gab John Neumeier das Motto der kommenden Spielzeit 2017/18 bekannt: „Klassiker“ rücken ins Zentrum. Der Ballettintendant und Chefchoreograf erläuterte, welche Produktionen zum Programmschwerpunkt beitragen: „Mit jeder neuen Saison möchte ich den Horizont unseres Publikums und meiner Tänzer erweitern – ohne darüber das Bewährte zu vergessen. In diesem Sinn ließe sich die vor uns liegende Saison mit dem Schlagwort ‚Klassiker‘ betiteln. Die Premiere von Rudolf Nurejews „Don Quixote“ nach Marius Petipa passt ebenso dazu wie mein Ballett „Illusionen – wie Schwanensee“ und der Jérôme Robbins gewidmete Abend „Chopin Dances“. Schon jetzt freue ich mich auf die Annäherung an einen Klassiker des Konzertbetriebs – Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag wir 2020 ansteuern und dem ich erstmals ein abendfüllendes Ballett widme.“

In Kooperation mit dem Hamburg Ballett wurde das Ambiente der Wartebereiche an den Gates C02 bis C05 des Hamburger Flughafens neugestaltet und dem Thema „Kultur und Events“ gewidmet. John Neumeier, Ballettintendant und Chefchoreograf beim Hamburg Ballett, und Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, haben den neugestalteten Gate-Bereich am 15. Mai feierlich eingeweiht. „Das Hamburg Ballett ist in jeder Saison mit repräsentativen Gastspielen auf mehreren Kontinenten präsent und wird dort als Kulturbotschafter Hamburgs und Deutschlands wahrgenommen. Der Hamburg Airport bildet gewissermaßen den Ausgangspunkt unserer Tourneen wie auch meiner eigenen Tätigkeit als Gastchoreograf bei weltweit führenden Ballettcompagnien. Insofern bin ich die Kooperation gerne eingegangen und freue mich über die gelungene Gestaltung des neuen Gate-Bereichs, der unser internationales Engagement eindrucksvoll aufgreift“, so Ballettintendant John Neumeier. Dort sind ab sofort Fotos von John Neumeiers wichtigsten Balletten mit den aktuellen Stars der Compagnie zu sehen. Momentaufnahmen aus Signaturstücken wie „Dritte Sinfonie von Gustav Mahler“, „Die Kameliendame“ und „Nijinsky“ werden ebenso gezeigt wie Fotos von John Neumeiers jüngster Uraufführung „Turangalîla“. Einen zusätzlichen Blickfang bildet eine Aufnahme mit John Neumeier als Tänzer, das mit einem Zitat von ihm und seiner markanten Signatur kombiniert ist. Alle Fotos stammen von Kiran West, dem Hausfotografen des Hamburg Ballett.

Das berühmte Cullberg Ballett – von Birgit Cullberg in Schweden gegründet und von ihrem Sohn Mats Ek eine Zeitlang geleitet – war vom 5. bis 7. Mai in Hamburg zu Gast auf Kampnagel. Diese Company verfügte ausnahmsweise über mehr Tänzer als Tänzerinnen. Der Titel „Figure a Sea“ ist durchaus wörtlich gemeint, tatsächlich entwerfen die 17 Ensemblemitglieder ein Meer auf der Bühne der Kampnagel-Halle. Mit fließend weichen Wellenmotiven lassen sie ihre Arme tanzen, und als Gruppe schwingen die blau und schwarz Gekleideten in endlosen, sich steigernden und wieder beruhigenden Bewegungen dahin – mal jede(r) für sich ganz individuell, mal gemeinsam auf einen Punkt ausgerichtet, wie vom Wind in dieselbe Richtung gebürstet. Mitunter gibt es auch einen absoluten Stillstand, Freeze heißen solche Momente in der Theatersprache passender Weise: Gefrorenes! Dann hält eine der tanzenden Wellen mitten im Bewegungsfluss inne und gerinnt zur Statue.

Ein Meer aus wogenden Menschen zu betrachten, hat eine ähnliche Wirkung wie der Blick aufs reale Wasser: Es beruhigt. Die mitunter sphärische Musik der US-amerikanischen Komponistin Laurie Anderson verstärkt diesen Effekt. Choreografin Deborah Hay teilt die Mitwirkenden in drei Gruppen, die unterschiedlichen Quellen zu gehorchen scheinen; neben festgelegten Motiven ließ sie ihnen regelmäßig Freiräume zur Improvisation – auch Wasser lässt sich nur bedingt in feste Bahnen lenken.

Am Ende des Sommers dominiert auf Kampnagel die Show „Break the Tango“. Südamerika trifft auf Europa – Traditionen werden aufgebrochen und zwei unterschiedliche Tanzstile zusammen gebracht. Der erotische Tanz aus Argentinien lässt akrobatische Elemente zu.

29.8.-17.9., Kampnagel, Karten 48-69 Euro (Preview 29.8. zu 41,75 Euro), Tel. 27 09 49 49

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Letzte Aktualisierung: 28.08.17, [ddd]