Vor dreißig Jahren, am 30. Juni 1996, verstarb die Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Erika Milee in ihrer Heimatstadt Hamburg. Dort ließ sie sich in einer Schule Rudolf von Labans ausbilden, später wechselte sie zur Essener Folkwangschule. Anfang der 1930er Jahre trat sie u. a. im Curiohaus aus, bevor die Nazis ihr als Jüdin Berufsverbot erteilten. 1939 verließ sich Deutschland und lebte zwanzig Jahre in Südamerika. 1959 kam sie zurück nach Hamburg und führte fortan ein Tanzstudio in Eimsbüttel. Sie war die treibende Kraft bei der Gründung der Ballettfreunde Hamburg im Jahr 1976 (damals noch unter dem Namen „Kreis Hamburger Ballettfreunde“).